MONITOR Nr. 539 am 13. Oktober 2005   Thema: Kindergeburtstag verboten - wie strenggläubige Muslime ihre Kinder abschotten Bericht: Ahmet Senyurt, Isabel Schayani

    

In dem Beitrag geht es um Abschottung, welches bereits in der Grundschule beginnt. Kindern von strenggläubigen Muslimen würde es nicht erlaubt werden an Geburtstagen teil zu nehmen. Und es wird allgemein die Frage aufgeworfen, wer sich solche Verbote denn ausdenke?

 

Nun ja, dann will man es mal erklären: Es gibt Aussprüche des Propheten (Friede sei mit ihm) in denen es heisst:

 

„Allahs Gesandter hat gesagt: „Hört ihr nicht, hört ihr nicht? Schlichtheit gehört zum Glauben! Schlichtheit gehört zum Glauben!““ (Abu Umama, Abu Dawud)

 

„Allahs Gesandter hat gesagt: „al-haya (Anstand, Zurückhaltung, Bescheidenheit, Schamhaftigkeit) bringt nur Gutes.““ (Imran Ibn Hussain, Buchari, Muslim)

 

Wenn jeder Anfangen würde sich ein wenig weniger wichtig und als Nabel der Welt zu betrachten dann würde es der Gesellschaft als ganzes besser gehen.

 

 

Dann wird ein Trend beschrieben: „konservative muslimische Eltern wollen ihre Kinder vor der westlichen Kultur schützen und halten sie auf Abstand zu Gleichaltrigen. Kindergeburtstag, Theaterbesuch, im Kunstunterricht Kreuze oder Sterne malen? Nichts für muslimische Kinder aus orthodoxen Elternhäusern.“

 

Als erstes stellt sich doch die Frage wie denn nun orthodox definiert wird? Des Weiteren stellt sich die Frage, warum denn in den Schulen dann nicht auch einige islamische Aspekte gelehrt werden, und warum die Kinder genötigt werden an christlichen Bräuchen teilzunehmen, seinen es Kinder mit einem atheistischen, mit einem jüdischem odereinem muslimischen Hintergrund.

 

Soweit ich weiss, ist Deutschland ein säkularer Staat und die Glaubensfreiheit ist im Grundgesetz verankert.

 

Dann kommt Frau Sanem Kleff zu Wort, die meint: „Auch das Beispiel mit den Geburtstagen, das ist ja sehr … macht sehr anschaulich, dass es da nicht wirklich um echte Inhalte geht, sondern dass das primäre Anliegen ist, hierbei sich abzugrenzen von dem, was als vermeintlich westlich dargestellt wird."“

 

Der Punkt ist: Wenn es orthodoxe Muslime (Juden und Christen) sind, so steht für sie als erstes der Glauben und seine Ge-und Verbote im Vordergrund und nicht irgendwelche westliche, östliche, nördliche und südliche Weltanschauungen.

 

Schade, dass hier so schlecht gearbeitet wurde…