Der Stern 3/2006 Thema: Was verschweigt Steinmeier? von Hans Martin Tillack

 

 

In dem Beitrag kommt bekommt der Leser folgendes zu lesen:

 

Warum machten Ex-Kanzler Gerhard Schröder und sein Außenminister Joschka Fischer keinen Mucks, als sie im Sommer 2004 hörten, dass der US-Geheimdienst den deutschen Staatsbürger Khaled el-Masri gekidnappt und nach Afghanistan verschleppt hatte? Warum hatte Steinmeier als Kanzleramtschef nicht einmal im Flüsterton protestiert, als er zwei Jahre zuvor erfuhr, dass ein anderer deutscher Staatsbürger namens Mohammed Haydas Zammar in Marokko entführt worden war, offenbar ebenfalls unter Beteiligung der Amerikaner? (…)  Doch vor allem der Fall Zammar könnte Steinmeier in die Bredouille bringen – für das, was er tat, und für das, was er unterließ, um dem gebürtigen Syrer und deutschen Staatsbürger zu helfen. (…) Dass Zammar dort gefoltert wurde, bezeugen Mithäftlinge gegenüber Amnesty International. (…) Bundesregierung und Bundesnachrichtendienst (BND) erfuhren von dem Kidnapping spätestens im Juni 2002 – durch Lektüre der „Washington Post“. Die US-Dienste seien bei Zammars Festnahme und Abtransport eingeweiht gewesen, zitiert das Blatt einen amerikanischen Regierungsbeamten. Im Berliner Kanzleramt sorgte das für Verärgerung (…) Was dann geschah, liegt noch immer im Dunkeln. (…) Sicher ist: Weder Schröder noch Steinmeier noch Fischer prangerten die Entführung des deutschen Staatsbürgers Zammar öffentlich an. Nur die deutsche Botschaft in Damaskus schickte seit Juni 2002 immer wieder Demarchen an die syrische Regierung. Sie erhielt nie eine Antwort. Statt pflichtgemäß den deutschen Bürger Zammar zu schützen, benutze ihn die rot-grüne Regierung als Schachfigur in einem politischen Geschäft und machte dem nahöstlichen Polizeistaat Avancen.

 

 Interessante Aussagen, nicht wahr?