Der Focus 47/2005 Thema: USA- Rütteln und backen

 

 

In dem Beitrag kommt bekommt der Leser folgendes zu lesen:

 

Der junge Mann muss einen grausamen Tod gestorben sein. Seine Stirn ist schwarz verkohlt, auch das rechte Auge und die rechte Wange sind mit Brandflecken übersät. Er hat den Mund weit aufgerissen, so als hätte er vor Schmerzen geschrieen. Seine Leiche ist mit der Nummer 0198-04-F-04 gekennzeichnet. Man wisse nichts von ihm – außer dass er von einer amerikanischen Brandgranate mit weißem Phosphor getroffen sei. So behaupten es die Autoren einer TV-Dokumentation, die der italienische Fernsehsender RaiNews24 Anfang des Monats ausstrahlte. Die US-Streitkräfte hätten die hochentzündliche Substanz vor einem Jahr bei ihrer Großoffensive auf die irakische Rebellenfestung Falludscha eingesetzt, heißt es in einem Bericht. Die 1300 Grad heißen Phosphorbomben, die schwerste Verbrennungen verursachen, hätten viele Bewohner der Stadt qualvoll getötet – darunter Frauen und Kinder.

Diese Vorwürfe, die sich auf Aussagen von amerikanischen Soldaten stützen, schüren die ohnehin zunehmend kritische Diskussion über den Krieg im Irak: Hat US-Präsident George W. Bush, der wegen Saddam Husseins angeblicher Massenvernichtungswaffen in die Schlacht zog, seiner eigenen Armee den Gebrauch von C-Waffen gestattet? Vor der Offensive hatte die US-Regierung versichert, keinen Phosphor zu verwenden. Doch vorige Woche musste das US-Verteidigungsministerium kleinlaut zugeben, dass die eigenen Truppen tatsächlich diesen Kampfstoff gegen den Feind gefeuert hatten.

 

 Interessante Aussagen, nicht wahr?