Der Spiegel 38/2001 Seite 164 Thema: Hass von ganzem Herzen von Erich Wiedemann
In dem Interview berichtet Herr Johnson, Ex-Asien-Experte der Berkeley Universität und während des kalten Krieges Berater der CIA: „Terrorismus ist die Waffe der Schwachen“
Weiter führte er aus: „Das Problem ist, dass eine ganze Reihe von Völkern uns Amerikaner von ganzem Herzen hassen und das sie ein Motiv haben, Ungeheuerlichkeiten gegen Amerika zu begehen. Die USA dehnen ihre Macht bis in den letzten Winkel der Erde aus und zwingen entlegenen Völkern ihr Wirtschaftsystem auf. Ohne Rücksicht auf Schäden, die sie damit anrichten. Selbst unsere Bündnisstaaten aus den Zeiten des Kalten Krieges behandeln wir noch immer wie Protektorate.“
Er meinte weiterhin: „Wir sollten mit den Provokationen aufhören, und wir sollten uns aus Staaten wie Saudi-Arabien zurückziehen. Unsere Streitkräfte haben 65 große Stützpunkte in anderen Ländern. Das ist doch eine Form von Imperialismus.“
Und auch: „(…) die Vereinigten Staaten sind unzuverlässig gegenüber internationalen Verträgen, gegenüber den Vereinten Nationen, selbst gegenüber der Rassismusfrage, wie sich jetzt wieder auf der Konferenz von Durban gezeigt hat. Die Welt bietet den unterdrückten Völkern zurzeit nicht viel Hoffnung.“
Interessante Aussagen, nicht wahr?