|
.::Die Frauen des Propheten::. |
|||
|
|
|||
|
|
|||
| Immer wieder werden im Zusammenhang mit den 12 Frauen des Propheten Bilder eines riesigen Harems heraufbeschworen, den sich der Prophet (Friede sei mit ihm) aus Gier und Lust gehalten haben soll. Dies können nur Aussagen von Laien sein, die dieses Bild weder hinterfragen noch revidieren möchten. Denn die Wahrheit sieht ganz anders aus: | |||
| Die Frauen des Propheten, in recherchierten Kurzreferaten, stützen sich hauptsächlich auf das Buch von Faruk El-Zayat "Mütter der Gläubigen" aber auch auf Ibn Ishaq's "Das Leben des Propheten" und Prof. Zekai Konrapas "Muhammed El Emin". Die hier aufgeführten Kurzbiographien der Frauen stellen lediglich eine Zusammenfassung der wichtigsten Ereignisse und Charakteristiken ihrer Beziehung zu Muhammad (Friede sei mit ihm) dar und haben nicht den Anspruch vollständig zu sein. Besondere Diskrepanzen fielen in Bezug auf die Altersangaben der Frauen auf. Manche Quellen sprechen von Frauen, die fast 100 Jahre andere erst 9 Jahre alt waren. In den Altersangaben hat man sich an die gemäßigteren Überlieferungen gehalten. Nur Allah kennt die Wahheit. | |||
| Dennoch kann anhand der Kurzbiographien ein Familienleben des Propheten gezeichnet werden, daß nicht von animalischen Gelüsten sondern vielmehr von Geduld, Verantwortung, Liebe und Voraussicht geprägt war. | |||
| Was sind die wichtigsten Erkenntnisse dieser Studie? | |||
| 1. Der Prophet war nicht mit allen 12 Frauen gleichzeitig verheiratet . Ganz im Gegenteil. Die erste Ehe war eine rein monogame Ehe mit Khadija, die 25 Jahre bis zum Tod seiner Frau währte. Es gibt dazu eine chronologische Grafik entwickelt, die die Ehen im Laufe seines Lebens darstellen. | |||
| 2. Die nachfolgenden Ehen wurden - bis auf eine - in Medina geschlossen, in einer Zeit, die von Muhammad (Friede sei mit ihm) weniger den privaten Menschen, als vielmehr das muslimische Vorbild und Oberhaupt einer Gemeinde forderte. Deshalb sind auch viele der Ehen weniger aus Liebe und Lust, sondern vielmehr auf Frieden, Schutz und Verantwortung geschlossen worden. | |||
|
|||
| 3. So heiratete der Prophet viele Witwen, deren Männer in den Schlachten gestorben waren, um ihnen in dieser schweren Situation, Versorgung und Schutz zu geben und seinen Gefährten, dieses Verhalten vorzuleben. Daher interpretieren auch viele Gelehrten die Qur'anstellen, die auf die erlaubte Polygamie schließen lassen dahingehend, daß sie für Kriegszeiten vorbehalten sind, um Witwen und Weisen vor der Verarmung zu bewahren. | |||
| 4. Einige der Frauen, waren Kriegsgefangene, die der Prophet (Friede sei mit ihm) durch eine Heirat befreite und so wiederum den anderen Muslimen, ein islamisch wünschenswertes Verhalten vorlebte. Daneben bildeten diese Ehen auch oftmals eine Grundlage, den Frieden zwischen verfeindeten Stämmen wieder herzustellen und wieder Ruhe und Harmonie in die Region zu bringen. | |||
| 5. Muhammad (Friede sei mit ihm) heiratete sowohl verwandtschaftlich nahestehende Frauen, als auch Frauen aus anderen Stämmen und Religionen. | |||
| 6. Er heiratete Frauen jeden Alters, jeden Standes und jeder Art. Er konnte es sich gar nicht leisten, eine ihm angebotene Ehe, nicht einzugehen, denn die Muslime damals und heute, hätten nach dem Grund einer Ablehnung gesucht und daraufhin geschlußfolgert, welche Frauen im allgemeinen nicht geheiratet werden dürften. Sein Leben gilt noch heute als Vorbild für jeden Muslim. Eine Ausgrenzung einer Frau, hätte verheerende Folgen auf alle Frauen in ähnlichen Situationen gehabt. Trotzdem glauben viele Muslime heute, daß sie nur Jungfrauen ihrer eigenen Nationalität heiraten dürften. Ein Rückfall in alte Traditionen, die der Prophet sein Leben lang bekämpfte und durch sein eigenes Verhalten ausschloß. | |||
| 7. Für den Propheten (Friede sei mit ihm) war es nicht einfach, die sich bildenden Grüppchen und Eifersüchteleien unter seinen Frauen zu schlichten. Manches Mal trennte er sich von der einen oder anderen oder von allen, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sah. Doch in Offenbarungen rügte Allah (t) ihn und die Frauen für ein solches Verhalten und forderte ihn wieder auf, sie zurückzunehmen. Die Ehe mit vielen Frauen gleichzeitig ist sicherlich nicht einfach, vor allem weil alle gerecht und gleich behandelt werden müssen. Als Prophet mußte sich Muhammad (Friede sei mit ihm) dieser ganz besonderen Prüfung zum Wohle der nachfolgenden Frauengenerationen stellen. Manch ein Mann scheitert heute schon an der Ehe mit nur einer Frau. | |||
| 8. Jede der Frauen trug ihren ganz besonderen Teil für die Rechte und Privilegien der Frauen heute bei. Sie pflegten den Glauben und die Gemeinschaft, übernahmen Rollen in der Fürsorge, im Krieg und in der Erhaltung und Verbreitung des Islams. So findet heute jede Frau in den Frauen des Propheten eine für sich passende Identifikationsfigur. | |||
| 9. Sie überlieferten detailliert Informationen über das Privatleben des Propheten (Friede sei mit ihm). Auch intimste Bereiche des ehelichen Lebens wurden so überliefert. Dabei zeichnet sich das Bild eines im Haushalt helfenden, liebevollen und geduldigen Mannes, der nie seine Hand in Gewalt gegen Frau oder Kind hob, der kleine Unarten nachgiebig verzieh, um geliebte Menschen weinte und jeder Frau versuchte gerecht zu werden. | |||
| Dies ist das Vorbild, dem jeder Muslim nacheifern sollte! | |||
| Die Mütter der Gläubigen: | |||
|
1. |
2. |
3. |
4. |
|
12. |
Die Frauen des Propheten |
5. | |
|
11. |
![]() |
6. | |
|
10. |
9. |
8. |
7. |
![]() |
| [Grafik zum herunterladen] |
| Quelle: Deutsch-Islamischer Schwesterntreff Heilbronn (DIST) |