.::Illegale Operationen der Polizei (FBI)::.
Die aufgeführten Aktionen hat
das FBI gegen die „Black Panther Party“ und andere „Objekte“ in den USA
benutzt. Ich will hiermit zeigen, zu was die Polizei und der Staat fähig ist.
Diese Informationen entstammen dem Buch: „Die Wut des Panthers“.
Überwachung:
Gegen die
missliebigen
Organisationen und Individuen wurde ein massives Überwachungsprogramm
aufgefahren: Abhören, betrügerisches Eindringen und Einbruch in Wohnungen und
Büros, elektronische Überwachung, Observation, Postüberwachung,... Der Sinn
solcher Aktivitäten lag niemals in der Informationsbeschaffung allein, sondern
es sollte eine Paranoia erweckt werden, indem man die Zielperson gewahr werden
ließ, dass ihnen eine „Sonderbehandlung“ widerfuhr. In
FBI-Dokumenten taucht die Formulierung auf, dass die
Überwachten denken sollten, dass „an FBI Agent behind every Mailbox“ sitzt.
Postfälschung:
Durch das Herstellen von
fiktiven Briefen sollte innerhalb einer Gruppe oder zwischen Gruppen Spannung
erzeugt werden oder vorhandene verstärkt werden. Wenn das Gewalttätigkeiten in
Aussicht stellte, wurden die Bemühungen logischerweise intensiviert
fortgesetzt.
„Schwarze Propaganda“
Operationen:
Publikationen, wie Flugblätter,
Erklärungen etc. wurden im Namen der Betroffenen erstellt und vertrieben, um
ihre Positionen, Ziele und Aktionen in der Öffentlichkeit verzerrt
darzustellen.
Desinformationen oder „Graue
Propaganda“:
Falsche Informationen wurde an
die Medien gegeben, um zu diskreditieren. Damit sollte die Öffentlichkeit
propagandistisch auf die Verfolgung der Betroffenen vorbereitet werden, so dass am dann auch brutale Ausschreitungen seitens der
Exekutive akzeptiert würde. Ebenso versprach man sich davon, Verurteilungen vor
Gericht, gerade auch bei dürftiger Beweislage, durchsetzen zu können.
Behinderung der
Gegenöffentlichkeit:
Den Zeitungen linker
Organisationen wurden Steine bei ihrer Verbreitung in den Weg gelegt: Höhere
Besteuerung, Anhebung der Transportkosten, Boykott des Transports, Nasswerden lassen oder Besprühen der Zeitungen mit der
übel riechenden Chemikalie Skatol. Das FBI war dabei
immer der Drahtzieher, der andere Behörden und Gesellschaften zu diesen
Aktivitäten veranlasste. Desgleichen wurde versucht,
Fernsehauftritte etc. von politischen AktivistInnen zu verhindern.
Ständige Verhaftungen:
Den andauernden Verhaftungen
der Zivilpersonen anhand falscher Beschuldigungen lag nicht primär die Hoffnung
zugrunde, eine Verurteilung erreichen zu können, obwohl diese Möglichkeit
natürlich immer wieder bestand. Sie sollte stören, Angst erzeugen lassen, die
Belästigung durch Untersuchungsrichter und gerichtliche Untersuchungen fesseln
und ihre finanziellen Mittel durch Kautionszahlungen und AnwältInnenhonorare
erschöpfen.
Informanten und Provokateure:
Diese sollten illegale Aktionen
in Gang setzen, die dann wichtigen Mitgliedern oder der ganzen Organisation
zugeschrieben werden konnten. Weiterhin sollten sie die interne Funktionsweise
der Organisationen stören und bei der Verbreitung von Falschinformationen helfen.
„Pseudo-Gangs“:
Es gibt Anzeichen dafür, dass das FBI selbst Organisationen ins Leben rief, die
verwirren, spalten und Bewegungen untergraben sollten.
Verleumdung:
Dies war ein sehr verbreitetes
Mittel. Es wurden Gerüchte in die Welt gesetzt, bestimmte Mitglieder, meist
Schlüsselfiguren, seien Polizeispitzel, veruntreuten Gelder und ähnliches.
Dafür fabrizierte das FBI selber die Beweise, wie z.B. einen fingierten Bericht
der betroffenen Personen ans FBI, der dann im Wagen von Bekannten deponiert wurde,
so als sei er zufällig aus der Tasche gerutscht. Dies sollte Misstrauen gegen die Zielpersonen hervorrufen, sie isolieren
und eliminieren. Kam die Gefahr von Gewalttätigkeiten gegen diese auf, wurden
logischerweise die Verleumdungen fortgesetzt. War eine Isolierung erreicht,
bestand die Möglichkeit sie zu wirklichen Informanten umzudrehen.
Weiterleitung von
Informationen:
Firmenleitungen wurden mit
Informationen über politische Meinungen und Aktivitäten ihrer ArbeiterInnen und Angestellten versorgt. Genauso bekamen
Kreditinstitute Informationen über politisch Unerwünschte.
Beweisfälschungen:
Eine andere
weit verbreitete
Taktik. Das FBI selbst stellte die Beweise für strafrechtliche Verfolgung her. ZeugInnen wurden eingeschüchtert und genötigt, Falschaussagen
vor Gericht zu machen. Entlastende Beweise wurden zurückgehalten.
Ermordungen:
Untersuchungen des Kongresses
haben zwar keine nachweisbaren direkten Beteiligungen des FBI an
Ermordungen geliefert, dennoch kann es
keinen Zweifel geben, dass auch diese Methode zu den
Waffen der Cointelpros gehörte. In einem Dokument des
Leiters der Außenstelle San Diego an den Direktor hieß es: „Schießereien,
Schlägereien und weit verbreitete Unruhe sind weiterhin in den Ghettogebieten
von Südost San Diegogebieten vorherrschend. Obwohl keine spezifische
Geheimdienstaktionen als zur Gesamtsituation
maßgeblich beitragend angesehen werden kann, wird angenommen, dass ein wesentlicher Teil dieser Unruhe diesem Programm
zugeschrieben werden kann.“ Es kann wiederholt demonstriert werden, dass das FBI an der außerrechtlichen, physischen
Eliminierung ausgesuchter Führer beteiligt war, indem es Basisinformationen,
Logistik und andere notwendige Bestandteile für solche Operationen lieferte. Es
benutzte für die Durchführung aber immer Stellvertreter. Morde wurden dann
gewählt, wenn andere Methoden die betroffene Person in ihrem politischen Umfeld
unschädlich zu machen, fehlgeschlagen waren.