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.::Die Doppelmoral der westlichen Staaten bei Massenvernichtungswaffen::. |
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| Irak | Israel | ||||||
| Datum | Was geschah? | Datum | Was geschah? | ||||
| 09.2002 | Die USA suchen nach weiteren Gründen, die einen Angriff gegen den Irak vor der Weltöffentlichkeit rechtfertigen können. So wird beispielsweise behauptet, der Irak sah binnen weniger Monate in der Lage, atomare Massenvernichtungswaffen herzustellen und dies müsse verhindert werden. Doch ein ehemaliger UN-Inspekteur widerlegt diese Behauptung und kontert, dass der Irak gar nicht dazu in der Lage sei, irgendwelche Waffen herzustellen. Weiterhin weist Dick Cheney darauf hin, dass es Beziehungen zwischen dem Irak und dem Terrornetzwerk der Al Qaida gebe, die ein militärisches Vorgehen zur Bekämpfung des internationalen Terrorismus erlauben würden. Doch auch diese Behauptung kann bis dato nicht einwandfrei belegt werden und wird als Wunschdenken des US-Vizepräsidenten abgetan. | 1958 | Bau des Negev Nuclear Research Centerrund 12 Kilometer südöstlich von Dimona. Es wurde ab 1958 mit französischer Hilfe. | ||||
| 17.09.2002 | Am 17. September erfolgt in einem Schreiben an UN-Generalsekretär Kofi Annan das Einlenken des Iraks. Darin wird bestätigt, dass der Irak bereit sei, die Inspekteure wieder ins Land zu lassen um nachzuweisen, dass der Irak über keine Massenvernichtungswaffen verfügt. | 1962 - 1964 | Der Reaktor in Dimona wurde etwa zwischen 1962 und 1964 in Betrieb genommen. | ||||
| Bush, der nach einem schnellen, militärischen Angriff drängt, fertigt am 27. September gemeinsam mit Tony Blair einen Resolutionsentwurf an, der es den Alliierten erlaubt, für den Fall, dass die UN-Waffeninspekteure bei ihren Untersuchungen behindert werden, sofort militärisch gegen den Irak vorzugehen. | Die meisten Experten aber kamen zu Schluss, dass der wirkliche Zweck die Produktion von Atomwaffen ist. Die israelische Regierung hat dies bislang weder bestätigt noch dementiert, was als Teil ihrer Politik der Mehrdeutigkeit aufgefasst wird. | ||||||
| 10.2002 | Zudem äußert der Sprecher des Weißen Hauses, Ari Fleischer, sich dazu, dass es das Ziel der USA sei, das Regime Hussein zu beenden und dass man hierbei auch auf Unterstützung der irakischen Oppositionellen und des Militärs hoffe. Laut Fleischer sei es wesentlich kostengünstiger, wenn der irakische Diktator durch die Gewehrkugel eines Attentäters sterbe als durch einen Krieg der USA. | 1960er Jahre | Als der amerikanische Geheimdienst Anfang der 1960er Jahre die wahre Aufgabe der Anlage erkannte, verlangte man, dass Israel internationale Inspektionen zulassen müsse. Israel erklärte sich damit einverstanden, wenn hierfür keine Inspektoren der IAEO, sondern ausschließlich US-Inspektoren eingesetzt würden; zudem sollten alle Inspektionen zuvor angemeldet werden. | ||||
| 08.11.2002 | Am 8. November wird schließlich im UN-Sicherheitsrat die Resolution Nr. 1441 verabschiedet. Diese beinhaltet, dass dem Irak eine letzte Chance gegeben wird, mit den Inspekteuren der UNO und der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) zusammenzuarbeiten und zudem weitere Resolutionen der Vereinten Nationen zu erfüllen. | 1969 | Es wird berichtet, dass vor Inspektionen falsche Wände und anderes installiert wurde, um sensible Bereiche zu verbergen. Die Inspektoren informierten die US-Regierung, dass die von Israel auferlegten Restriktionen in der Anlage ihre Inspektionen sinnlos machten. 1969 wurden die Inspektionen eingestellt. | ||||
| 02.2003 | In seiner Rede vor dem UN-Sicherheitsrat versucht US-Außenminister Powell von der Schuld des Iraks zu überzeugen. Dieser habe laut Powells Ausführungen mehrfach gegen die Resolution 1441 verstoßen, indem chemische Kampfstoffe verborgen worden wären und es weiterhin ein Atomwaffenprogramm gebe, dass der Irak betreibe. Zudem würde der Irak die Terrororganisation Al Qaida unterstützen. Dadurch seien weitere Inspektionen nicht länger gerechtfertigt und die Zeit für eine militärische Vorgehensweise gekommen. | 1986 | 1986 eröffnete ein ehemaliger Techniker aus Dimona, Mordechai Vanunu, der Presse Beweise für das israelische Atomprogramm. Daraufhin wurde er von israelischen Agenten entführt, betäubt und von Italien nach Israel verschleppt. Ein geheimes Gericht verurteilte ihn wegen Verrat und Spionage zu 18 Jahren Gefängnis. | ||||
| Am 8. Februar reisen die UN-Chefinspektoren Hans Blix und Mohamed El Baradei persönlich in den Irak und treffen dort zu Gesprächen mit der irakischen Regierung zusammen. Laut Blix seien diese Gespräche sehr nützlich gewesen und erfolgreich verlaufen, eine weitere Zusammenarbeit zwischen dem Irak und den UN-Inspektoren würde beiderseitig gefordert und unterstützt werden. | Während Vanunu im Gefängnis saß, berichte die Zeitung The Times, dass Israel Material für 20 Wasserstoffbomben und 200 Atombomben besäße. | ||||||
| 14.02.2003 | Am 14. Februar liegt der neue Bericht über den Verlauf der Waffeninspektionen dem UN-Sicherheitsrat vor. Laut Hans Blix seien zwar keine Massenvernichtungswaffen gefunden worden, dennoch gebe es viele unbeantwortete Fragen, deren Klärung es dringend bedürfe. Wiederum spricht er sich für die Verlängerung der Inspektionen aus. | 2004 | In Frühjahr 2004 wurde Mordechai Vanunu aus dem Gefängnis unter strengen Auflagen freigelassen. Unter anderem darf er Israel nicht verlassen, darf sich keiner ausländischen Botschaft nähern und muss über geplante Ortswechsel Rechenschaft ablegen. Außerdem darf er weder das Internet noch Handys benutzen, und jeder Kontakt mit ausländischen Journalisten ist ihm verboten. Ein Pass wurde ihm verweigert. | ||||
| 16.02.2003 | "Es ist Zeit, die Sache zu beenden, genug ist genug", äußert sich Condoleezza Rice, die Sicherheitsberaterin des US-Präsidenten, in einem Interview mit dem Fernsehsender NBC am 16. Februar. Sie sehe keinen Sinn in der Verlängerung der UN-Inspektionen, stattdessen würde dieser Schritt nur den Druck auf den Irak mindern. In einem anderen Interview gibt sie die Erarbeitung einer neuen Resolution bekannt, weist aber zugleich darauf hin, dass die USA nicht auf eine weitere Resolution der UNO angewiesen seien, um militärisch gegen den Irak vorgehen zu können. Die USA ist also zu einem Alleingang ohne Mandat der Vereinten Nationen bereit. | 2004 | In letzter Zeit sind Zweifel an der Sicherheit des 40 Jahre alten Reaktors aufgekommen. Als Vorsorge haben die Behörden 2004 Jodtabletten an die Bevölkerung in der Umgebung verteilt. | ||||
| 20.03.2003 | Nachdem es aufgrund der grundsätzlich verschiedenen Positionen zu keiner Einigung im UN-Sicherheitsrat über eine weitere Irak-Resolution kam, mündete der Irak-Konflikt durch den Angriff der USA auf den Irak in den Dritten Golfkrieg. | 2006 |
Im Jahre 2006 bildete sich eine Bürgerinitiative von Anwohnern aus Sorge um ihre Gesundheit und Sicherheit. |
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| 29.05.2003 | Der stellvertretende US-Verteidigungsminister Paul Wolfowitz erklärte im britischen Magazin Vanity Fair, dass die Frage irakischer Massenvernichtungswaffen vor allem aus politischen Gründen für die Invasion genutzt wurde. Die Massenvernichtungswaffen Bagdads seien nie der wichtigste Kriegsgrund für die USA gewesen. »Aus bürokratischen Gründen« habe sich die US-Regierung auf dieses Thema konzentriert, weil das ein Grund gewesen sei, dem jeder habe zustimmen können. | ||||||
| Siehe dazu auchProject for the New American Century. |
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wird fortgesetzt..... |
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