.::Feindbild und Doppelmoral::.

 

 

Ein psychologischer Erklärungsansatz für das Feindbild:

 

 

Seit der Zeit der Griechen und der Römer sind die europäischen Denker und Geschichtsschreiber gewohnt die gesamte Weltgeschichte nur aus dem Standpunkt der europäischen Geschichte zu betrachten. Fremde Zivilisation fassen sie nur in soweit ins Auge, soweit sie die eigene Geschichte unmittelbar berühren. Dadurch sieht der Europäer in der Geschichte der Welt nur die Geschichte Europas. Ein solch enger Gesichtswinkel muss natürlich eine verzerrte Perspektive zur Folge haben. Der durchschnittliche Europäer oder Amerikaner, der von Kindheit an nur Bücher in die Hände bekommen hat, in welchem seine eigene Zivilisation und ihre Fragen sehr ausführlich behandelt und in lebhaften Farben dargestellt wird, während den übrigen Teilen der Welt nur flüchtige Seitenblicke vergönnt werden, unterliegt fast immer einer optischen Täuschung. Er nimmt ohne weiteres an, dass die Kulturerfahrungen des Abendlandes denen der übrigen Welt maßlos überlegen sind und daraus folgert er, das die Lebensweise des Abendlandes die einzig gültige Norm darstellt, an denen man die andere Lebensweise messen muss. Er folgert auch, das jeder geistige Begriff, jede gesellschaftliche Einrichtung oder ethnische Wertung die von der westlichen „Norm“ abweicht, also einem niedrigerem Entwicklungsstand angehören muss.

 

Wenn man das Problem der Voreingenommenheit gegenüber dem Islam erkennen will, dann muss man bei den Kreuzzügen ansetzen.

 

Die Psychoanalyse sagt uns, dass so vieles im Gefühlsleben eines reifen Menschen besonders die unerklärlichen Vorlieben und Abneigungen, auf frühe Kindheitseindrücke zurückgeht. Völker und Zivilisation sind im Grunde doch nur Sammelindividuen. Auch ihre Entwicklung ist mit den Eindrücken ihrer frühen Kindheit verknüpft.

Das Jahrhundert vor dem ersten Kreuzzug, kann man wohl als frühe Kindheit des Abendlandes bezeichnen, da Europa zum ersten Mal seit dem Zusammenbruch des weströmischen Reiches begann auf dem eigenen Kulturweg zu gehen. Unter der Eingebung des westlichen Christentums begannen die Künste aus ihrem Dämmerschlaf zu erwachen. Aus den rohen ungeschliffenen Gesellschaftsformen des Mittelalters begann sich eine neue Kulturwelt heraus zu kristallisieren. Und gerade in diesem kritischem, äußerst empfindlichen Zustand seiner Entwicklung empfing Europa einen gewaltigen Schock: Die Kreuzzüge. Durch die Kreuzzüge versuchte Europa sich als Einheit darzustellen, was ihr auch gelang. Niemals, weder vor noch nach den Kreuzzügen hat ein Ereignis in Europa soviel Begeisterung hervorgerufen. Ein Rausch flog über den Kontinent, der alle Völker mit sich riss und zum ersten mal die Schranken der Staaten, Stämme und Klassen überwand. Es gab viele Nationen auf dem Kontinent, die nichts gemeinsam hatten als den christlichen Glauben und den Ursprung aus dem römischen Reich. Jetzt aber wurde das Christentum zu einem politisch-religiösem Begriff. Das heißt Papst Urban hat im November 1095 die geistige Verfassung des abendländischen Zivilisation ausgerufen.

Durch die Kreuzzüge entstand in Europa das Bewusstsein einer kulturellen Einheit, aber durch die Kreuzzüge wurde der Islam in ein falsches Licht gerückt in dem er bis heute erscheint.

Damit die Kreuzzüge ethnisch vertretbar waren, musste der Prophet als Antichrist und der Glaube als Quelle der Unzucht und Verderbtheit dargestellt werden. Zu dieser Zeit pflegte man den Propheten Muhammad (Friede sei mit ihm), der für alle Propheten des Christentums und Judentums die tiefste Verehrung dargebracht hatte, „Mahund“ zu nennen. So schafften es die Machthaber den Islam als Blendwerk des Teufels  und als vernichtungswertes Gräuel hinzustellen. Es war auch kein Zufall, dass das Rolandslied, das den Sieg der Christen über die maurischen Heiden in Südfrankreich beschreibt nicht zur Zeit der Schlacht verfasst wurde, sondern drei Jahrhunderte später unmittelbar vor dem ersten Kreuzzug. Und das es mit einem Schlag die „europäische Volkshymne“ wurde kann einen auch nicht verwundern. Es ist auch kein Zufall, das dieses Lied der Anfang der europäischen Literatur war.

Es kommt nicht selten vor, dass in einem Menschen, der im Verlaufe der Jahre seinen Kindheitsglauben verloren hat, die Gefühlsregung, die ursprünglich mit dem Kindheitsglauben verknüpft war, unbewusst und irrational das ganze Leben hindurch wirksam bleibt.

Dieses Feindbild wird durch die Medien aufrecht erhalten, die es schaffen Ängste, die durch das Unbekannte, entstehen, zu schüren. Oft genug entbehren die Behauptung jeder Grundlage. Dieses erkennt man gut bei dem Autor Karl May. Doch auch in anderen Medien und bei anderen Autoren finden sich diese Vorurteile. Mehr oder minder gut verpackt!

 

 

Subtile Methoden für die Aufklärung über den Islam; hier, vermittelt durch Karl May:

 

Ein einziges Mal reiste Karl May in den Nahen und Fernen Osten. (1899-1900)

Viele der Leser haben den Eindruck, seine Romane seien authentisch und von May selbst erlebt. Auch haben sie den Eindruck, daß May fast alle orientalischen Sprachen und deren Dialekte spreche. Dies ist falsch!

May glaubte dies wahrscheinlich auch und landete deswegen fast in einer Irrenanstalt, da er durch die Orientreise in eine tiefe Identitätskrise gestürzt wurde.

 

Doch kommen wir nun zu seinen Werken:

Es gibt bei May einen Machtkampf zwischen dem Jesus, als Gott der Liebe und Allah, als Gott der Gewalt. Karl May benutzt dazu zwei Personen:

Auf der einen Seite Kara Ben Nemsi und auf der anderen Seite der trottelige Hadschi Halef Omar. Bei May ist es natürlich klar, dass Ben Nemsi und damit Jesus und die europäische Weltanschauung gewinnt, denn Kara Ben Nemsi ist der typische gute Kämpfer Christi, der gegen die muslimischen Bösen kämpft. Natürlich ist der weiße Europäer den Muslimen in allen Punkten überlegen. Ben Nemsi ist nicht nur körperlich und waffenmäßig unschlagbar, nein, er ist sogar geistig genial. Er kennt den Quran besser als alle Muslime, die er trifft. Einem Muslim, dem er begegnet, bringt er bei, daß der Halbmond von Muhammads (Friede sei mit ihm) blutigem Krummsäbel kommt. Der Kalif Osman habe ihn später zum Symbol des Osmanischen Reiches und somit des Islam gemacht.

Der Fehler den Karl May gemacht hat, war der, dass der Krummsäbel in islamischen Ländern erst seit dem 14.Jahrhunderts nachgewiesen sind. Die Europäer, nicht die Muslime, haben den Halbmond mit dem Islam in Verbindung gebracht.

Der Trottel Hadschi Halef Omar sagt deshalb auch am Schluß von „Mater Dolorosa“: „Sihdi, einst wollte ich dich zum Moslem machen, es ist das Gegenteil erfolgt. Auch ich glaube, dass das Kreuz mächtiger ist als Mohammed.“

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass bei Karl May die Muslime brutal, lasterhaft und rückständig sind. Sie sind Verlierer in jeder Beziehung: Sie sind schlechter bewaffnet und schlechter gebildet. Es wird zu ihnen gesagt: „Und kämt ihr zu Hunderttausenden, so hast du gar keine Ahnung, wie schnell wir mit euch aufräumen würden.“

Für Karl May ist Muhammad (Friede sei mit ihm) ein Ketzer und Gewaltmensch und der Quran eine Sammlung von christlich, jüdischen und heidnischen Gedanken.

 

 

Fälschungen islamischer Entdeckungen:

 

Muslime haben große Entdeckungen und fortschrittliches in vielen Bereichen der Wissenschaft gemacht und geleistet. Doch ist dies nicht sehr bekannt, da der Westen es verschwiegen bzw. die Entdeckerschaft gefälscht habt und es heute noch tut.

 

Der Kompass:

 

Es wird behauptet, dass der Italiener Flavo Gioja um 1302 den Kompass erfunden habe. Doch schon fünfhundert Jahre früher, im 8 Jahrhundert hat Dschabir ibn Haiyan mit einem Kompaß Experimente durchgeführt.

 

Das Schwarzpulver:

 

Es wird behauptet, dass der Deutsche Mönch Berthold Schwarz in seiner Zelle um 1359, das Pulver erfunden habe. Doch wie kam es dann, dass bereits 1325, 1331 und 1341 die Araber mit ihren Geschützen in Spanien die Ritter in Panik und Schrecken versetzen? Hundert Jahre vorher, glaubte der König von Frankreich und sein Heer, dass der Weltuntergang gekommen sei, nur durch den Donner der Geschosse am Nil. Im Jahre 1270 setzen die Mongolen Pulverschusswaffen ein, die durch arabische Ingenieure aus Balek und Damaskus hergestellt wurden. Denn der Sultan wurde vom Kublai Khan um Hilfe gebeten. Durch arabisches Know-how gewannen die Mongolen. Im Jahre 1346 wurde das Ende des Ritterkampfes durch die Hilfe des arabischen Teufelsrohres in der Schlacht bei Créci eingeleitet.

 

Die Medizin:

 

Es wird behauptet, dass der französische Chirurg Ambroise Paré im Jahre 1552 angeblich die großen Blutgefäße unterbunden hätte. Doch diese wurde schon 600 Jahre vorher von dem Araber Abu'l-Quasim durchgeführt.

Es wird behauptet, dass der Stuttgarter Gynäkologe Walcher (1856-1935) um 1900 die Hängelage bei geburtlichen Eingriffen „Walcher-Lage“ eingeführt habe. Doch diese Einführung hat Abu'l-Quasim schon viel früher vorgenommen.

Es wird behauptet, daß der deutsche Chirurg Friedrich Trendelenburg (1844-1924) die Hochlagerung des Beckens und der Füße bei operativen Eingriffen unterhalb der Nabelhöhe eingeführt habe „Trendelenburgsche Lage“. Doch auch diese Hochlagerung hat Abu'l-Quasim schon vor langer, langer Zeit empfohlen.

Es wird behauptet, dass Percival Pott (1713-1788) Gelenk und Wirbelerkrankungen diagnostiziert hat, die als „Pott'sches Übel“ in die Medizingeschichte eingingen. Doch auch diese hat Abu'l-Quasim viel früher erkannt.

Es wird behauptet, dass der Spanier Michael Servet (1553) und der Engländer William Harvey (1616) den Blutkreislauf entdeckt haben. Doch wird der Blutkreislauf bereits bis ins Detail vom um 1260-1288 in Kairo praktizierenden Chefarzt des Nassiri-Krankenhauses Ibn an-Nafis untersucht und beschrieben.

 

Und so weiter.

 

Ich habe nicht die Möglichkeit, alles aufzuzählen. Doch empfehle ich Ihnen Bücher zu lesen, die die Leistungen erwähnen, um einen Einblick in die Leistungen der islamischen Welt zu bekommen. So z.B. in der Geographie, Astronomie, Mathematik, Lyrik, Medizin,... .

 

 

Weitere Beispiele für die Doppelmoral und Heuchelei:

(Aufgeführt sind ausschließlich Ereignisse, die mittlerweile historisch als Tatsachen verifiziert worden sind)

 

 

Hitler und der Reichstag

 

Folgender Sachverhalt:

 

Mit Reichstagsbrand wird der Brand des Reichstagsgebäudes in Berlin in der Nacht auf den 28. Februar 1933 bezeichnet. Der Brand beruhte auf Brandstiftung. Noch während die Flammen aus der Kuppel schlugen, waren die Täter scheinbar gefunden. "'Das haben die Kommunisten getan', schrieen die eifrigen Neuen", wie Bronnen beobachtete.

Und prompt wurde die härteste Konkurrenz der NSDAP, die KPD, verboten, wurden ihre Funktionäre verhaftet und eingesperrt. Aus der rauchenden Ruine zogen Polizisten den Holländer Marinus van der Lubbe, der sich, welch Zufall,  gleich zur Tat bekannte.

Beim Prozess vor dem Reichsgericht in Leipzig unterlag Hermann Göring in einem berühmten Rededuell dem KP-Funktionär Georgi Dimitroff; der bulgarische Kommunist wurde zur Empörung Hitlers freigesprochen.

Dafür musste van der Lubbe aufs Schafott. Der arbeitslose Maurer hatte aus seinen anarchistischen Neigungen kein Hehl gemacht und bekannte sich zum Kommunismus. Wunschgemäß erklärte er, dass er ganz allein den Reichstag angezündet habe. Nichts konnte den Nazis gelegener kommen.

Passenderweise nutzen die Nazis diesen „Vorfall“ um selben Tag noch, am 28. Februar, die Verordnung des Reichspräsidenten zum Schutz von Volk und Staat (Reichstagsbrandverordnung) zu erlassen. Damit wurden die Grundrechte der Weimarer Verfassung praktisch außer Kraft gesetzt und der Weg frei geräumt für die legalisierte Verfolgung der politischen Gegner der NSDAP durch Polizei und SA. Die Reichstagsbrandverordnung war eine entscheidende Etappe in der Errichtung der nationalsozialistischen Diktatur.

 

 

Deutschland, Polen und Gleiwitz

 

Folgender Sachverhalt:

 

Am Abend des 31.8.1939 überfiel der SS-Sturmbannführer Alfred Naujocks zusammen mit fünf oder sechs in Zivil gekleideten SS-Leuten den Sender Gleiwitz. Das laufende Programm wurde unterbrochen, über den Sender wurde ein Aufstand der polnischen Minderheit ausgerufen. Ein Toter, als "Konserve" bezeichnet, wurde als "Beweis" für den angeblichen polnischen Überfall in der Sendeanlage deponiert, nach wenigen Minuten war der Spuk vorbei.

Dieser fingierte Überfall sollte neben anderen, auf ähnliche Weise inszenierten Übergriffen Hitler den Anlass zum Krieg gegen Polen liefern. Er hatte schon einige Tage vorher auf dem Obersalzberg gesagt:

„Ich werde propagandistischen Anlass zur Auslösung des Krieges geben, gleichgültig, ob glaubhaft. Der Sieger wird später nicht danach gefragt, ob er die Wahrheit gesagt hat oder nicht.“ Adolf Hitler am 22. August 1939

Den Auftrag, die entsprechenden Aktionen zu organisieren, bekommt Reinhard Heydrich.

Bei seiner ersten Informationsbesprechung erklärt er in Oppeln dem dortigen Leiter der Gestapo: „Der Führer braucht einen Kriegsgrund.“ Und Heydrich will ein geheimdienstliches „Meisterstück“ liefern, „das aller Welt einwandfrei bewies, dass Polen diesen Krieg begann“.

In der Fechtschule Bernau werden SS-Männer einquartiert und nach polnischem Reglement instruiert, üben polnische Grußformen und Lieder. Ein Teil von ihnen erhält den kurzen militärischen Haarschnitt und muss sich entsprechend dem angeblichen Aussehen polnischer Soldaten Bärte und Koteletten lang wachsen lassen ... Sie sprechen untereinander von einem „Himmelfahrtskommando“ in Polen.

Am Abend des 31. August 1939 kam der Befehl zum Losschlagen. Naujocks drang mit seinen Männern ins Gebäude des Senders ein.

Naujocks: „Wir haben im Senderaum kurz mit Pistolen geschossen. Wir haben ein paar Warnschüsse in die Decke gegeben, um ein bisschen Krawall zu machen und die Leute einzuschüchtern.“

Das Kommando Naujocks weiß aber nicht, dass der Sender Gleiwitz kein eigenes Programm ausstrahlt, sondern sein Programm vom Sender Breslau übernimmt. Naujocks: „Dann haben wir uns heiß gesucht, damit wir die Sendung durchbekamen.“ Der Rundfunkspezialist des Kommandos findet ein „Gewittermikrophon“ im Geräteschrank ... Mit diesem Mikrophonanschluss kann die Sendeleitung mitteilen, dass eine Sendung - etwa bei Gewitter - gestört ist.

„Achtung! Achtung! Hier ist Gleiwitz. Der Sender befindet sich in polnischer Hand ... Die Stunde der Freiheit ist gekommen!“ Die vorbereitete Rede wird verlesen. Sie dauert knapp vier Minuten. Die Sendung endet mit dem Aufruf: „Hoch lebe Polen!“

Die propagandistische Auswertung sollte unmittelbar nach dem fingierten Überfall beginnen. Eilig mit Blitzlicht aufgenommene Fotos des Toten wurden nach Berlin geflogen, doch die Aufnahmen entsprachen nicht Heydrichs Vorstellungen. Deshalb wurden noch in derselben Nacht zwei weitere Tote aus dem KZ Sachsenhausen herbeigeschafft und im Schaltraum des Senders zurechtgelegt.

Jetzt hatte Hitler den Anlass, den er gesucht hatte: „Seit 5 Uhr 45 wird jetzt Zurückgeschossen!“ Adolf Hitler am 1.9.1939 in einer für 10 Uhr angesetzten Reichstagssitzung

 

 

Die Amerikaner und Guatemala:

Die Versklavungspolitik der Industriestaaten am Beispiel von Guatemala:

(UFCo = United Fruit Company)

Am 30.3.1899 wurde dieser Konzern gegründet. 1952 kontrollierte sie 33% des Welt- und 50% des US-Bananenmarktes. Die Gesellschaft hatte durch Terror, Mord, Brandstiftung und Korruption soviel Land von Guatemala in ihren Besitz gebracht, dass die Bevölkerung sich nicht mehr selbst ernähren konnte.

Bei Wahlen wurde Jacobo Arbenz mit 63% aller Stimmen legal zum Präsidenten des Landes gewählt. Er legte sich bald mit dem Konzern an und begann dem Konzern den Besitz abzukaufen und den Einheimischen zurückzugeben. Der Konzern verlangte 16 Millionen $ wogegen, der Präsident nur 1,185 Millionen $ bezahlen wollte. (Dies Summe stand nämlich in den Bilanzbüchern des Konzerns.)

Die UFCo bezichtigte den Präsidenten des Kommunismus, obwohl sie wusste dass dies Unsinn war. Sie hatte nicht nur die US-Bevölkerung gut darauf vorbereitet, sie hatte auch gute Beziehungen zur Politik, sowohl zur Exekutiven wie auch zu den Gesetzgebern. John Foster Dulles (US-Außenminister, früherer Justiar der UFCo und Großaktionär) und Allen Dulles (CIA-Chef und Bruder von John Foster und auch Großaktionär der UFCo) gaben grünes Licht für eine militärische Invasion, die später im Sicherheitsrat der UNO als „Bürgerkrieg“ deklariert wurde.

 

 

Die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki:

Folgender Sachverhalt:

Die Atombomben auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki, wurden abgeworfen, obwohl der amerikanische Präsident und Klu Klux Klan Mitglied Henry Truman wusste, daß diese Bomben nicht notwendig sind. Die Japaner müssten den Krieg sowieso in kürze einstellen. (Dies wusste man aus abgehörten Regierungsgesprächen der Japaner.) Doch der Präsident hat nichts unternommen, um sich mit den Japanern zu arrangieren. Er wollte um jeden Preis diese Bomben auf die Japaner werfen lassen. Sie sollten dabei getestet werden. Deshalb wurden die Zivilisten in den japanischen Städten nicht vorgewarnt. Deshalb wurde die Bombe zur Hauptverkehrszeit abgeworfen. Denn es war ja nur ein Experiment. Dieses war aber nur möglich, weil man die Japaner vorher in den amerikanischen Propagandafilmen als nicht menschlich dargestellt hatten. Sie galten als Ungeziefer, dass die amerikanischen Kammerjäger zu beseitigen hatten. (Während des Krieges wurden die Japaner in amerikanische Konzentrationslager gesperrt, während dies nach meinen Erkenntnissen, mit den Deutschen nicht geschah.) So kam es, dass die amerikanische Bevölkerung die beiden Abwürfe begrüßt und gefeiert hat. Das Resultat ist bekannt.

 

Der CIA und Dr. Mohammad Mossadegh bzw. Operation Ajax

 

Folgender Sachverhalt:

 

Im Jahre 1953 wurde der im Iran populäre und als Nationalheld gefeierte, demokratisch gewählte Premierminister Dr. Mohammad Mossadegh durch Aktionen des CIA und MI6 gestürzt und eine vom Schah favorisierte Militärregierung installiert.

Der Fehler den der Premierminister gemacht hatte war nicht, dass er ein Diktator war oder illegal an der Macht war, sondern, dass er plante die iranischen Ölindustrie zu verstaatlichen um dadurch British Petroleum das Monopol zu verwehren.

Geleitet wurde die Aktion von Kermit Roosevelt jr., unterstützt durch Donald Wilbur, einem weiteren Agenten der Operation Ajax. Zusammen mit Loy Henderson, dem US-Botschafter im Iran, überredeten sie den Schah Mohammad Reza Pahlavi zum Sturz des Premierministers Mossadegh. Vorher sah der Schah sich jedoch veranlasst, den Iran zu verlassen. Er floh vorübergehend über Bagdad nach Italien, kehrte jedoch am 22. August 1953 triumphal zurück - nach dem Sturz Mossadeghs durch General Fazlollah Zahedi.

Der Plan zum Putsch gegen Mossadegh, von US-Präsident Eisenhower abgesegnet, beinhaltete die Bildung einer Widerstandsbewegung (Komitee der 46) unter iranischen Offizieren und Zivilisten, deren Leitung Zahedi übernehmen sollte.

 

 

Die Tonking Affäre

 

Folgender Sachverhalt:

 

Die amerikanische Regierung um Lyndon B. Johnson wollten den Vormarsch des Kommunismus in Südostasien stoppen, aber sie konnten nicht einfach so in ein fremdes Land einmarschieren. Deswegen brauchten sie einen Vorwand. Den erfanden sie dann auch, indem sie behaupteten, dass nordvietnamesische Schnellboote im Golf von Tonking ein amerikanisches Kriegsschiff angegriffen hätten. Diese Geschichte wurde im Jahre 1971 von einem Pentagon-Mitarbeiter mit Hilfe eines Berichtes, der als Pentagon-Papier bekannt wurde, als Lüge enttarnt. Der Mann, der diesen Bericht veröffentlichte war Daniel Ellsberg. Im Jahre 2005 wurde die Geschichte durch die Herausgabe von Dokumenten durch den amerikanischen Nachrichtendienst NSA nochmals als Lüge unter Verantwortung von Lyndon B. Johnson bestätigt. Aber der Präsident hatte seinen Vorwand um in Vietnam einzumarschieren

 

 

Die Operation Mongoose

 

Folgender Sachverhalt:

 

Operation Mongoose, auch bekannt als Das kubanische Projekt (The Cuban Project), war der Deckname für eine Geheimoperation der CIA, die den Sturz der kubanischen Revolutionsregierung von 1959 zum Ziel hatte.

Der mehrstufige Plan geht auf eine Initiative des damaligen US-Präsidenten John F. Kennedy vom 30. November 1961 zurück. Nach der fehlgeschlagenen Invasion in der Schweinebucht schuf Präsident Kennedy einen Ausschuss, der mit der Aufgabe betraut war, Castros Regierung zu stürzen. Es sollte eine Revolte im Oktober 1962 angezettelt werden, die dann von US-Truppen unterstützt werden könnte.

Der Ausschuss unter dem Vorsitz von Robert F. Kennedy (Justizminister) bestand aus Allen Welsh Dulles (CIA-Direktor), später von John McCone ersetzt, Alexis Johnson (Außenministerium), McGeorge Bundy (Nationaler Sicherheitsberater), Roswell Gilpatric (Verteidigungsministerium), General Lyman Lemnitzer (Joint Chiefs of Staff) und General Maxwell Taylor. Auch Dean Rusk (Außenminister) und Robert S. McNamara (Verteidigungsminister) waren zeitweise bei Sitzungen anwesend, auch wenn sie offiziell keine Mitglieder des Ausschusses waren.

In einer Sitzung dieses Ausschusses im Weißen Haus wurde beschlossen, das geheime Programm zur Sabotage und Unterwanderung Kubas Operation "Mongoose" zu nennen. Justizminister Kennedy übertrug die Leitung des Unternehmens an General Edward Lansdale, der in Vietnam bereits Erfahrungen auf dem Gebiet der Guerillabekämpfung sammeln konnte. Eine der ersten von Landsdales Entscheidungen war es, William Harvey zum Leiter der Task Force W. zu ernennen. Harvey's Auftrag war es, zahlreiche Aktivitäten zur Unterminierung von Castros Regierung zu entwickeln.

Es wurden über 30 Pläne entwickelt, die zumindest teilweise ausgeführt wurden. Die Pläne sahen unter anderem den Einsatz der Green Berets, die Zerstörung der kubanischen Zuckervorräte, die Verminung kubanischer Häfen und sogar die Verbreitung von Gerüchten, Jesus Christus würde nach dem Sturz der Kommunistischen Partei zurückkehren, vor.

Im Laufe der Tätigkeiten arbeitete die CIA auch mit Mitgliedern des organisierten Verbrechens wie Sam Giancana, Santo Trafficante, Johnny Roselli zusammen, die die Ermordung von Fidel Castro übernehmen sollten. Auch Robert Kennedy setzte sich persönlich für die Ermordung beziehungsweise den Sturz Fidel Castros ein.

Meldungen über Waffenlieferungen der Sowjetunion an Kuba gaben dem Plan zusätzlichen Antrieb. Die geplanten Operationen bestanden aus Militäraktionen, Sabotage und Propaganda. Dem geplanten Aufstand sollten gezielte Attentate auf führende kubanische Politiker vorangehen.

Der von der CIA betriebene Aufwand von Mensch und Material war beträchtlich. In der CIA-Zentrale selbst wurde eine Einsatzgruppe von insgesamt 400 Leuten zusammengestellt, die direkt dem Sonderstab der Leitung von Operation "Mongoose" unterstand. Als vorgeschobene logistische Operationsbasis diente die CIA-Station in Miami unter der Code-Bezeichnung JM/WAVE, die nur wenige Kilometer von der Küste Kubas entfernt liegt. JM/WAVE konnte über die bereits zu damaligen Zeiten sehr hohe Summe von 500 Millionen US-Dollar pro Jahr verfügen, eine, wie sich herausstellen sollte, gigantische Fehlinvestition.

 

 

Die Operation "Northwoods"

 

Folgender Sachverhalt:

 

Operation Northwoods ist ein US-amerikanischer Geheimplan, der 1962 vom Generalstab des Pentagon verfasst und am 13. März 1962 Präsident John F. Kennedy vorgelegt wurde. Die Planungen zu diesem Vorhaben wurden bereits unter Präsident Eisenhower vorgenommen.

Lyman L. Lemnitzer, späterer Oberkommandeur der NATO in Europa, und Brigadier General William Craig gehören zu den Unterzeichnern des Dokuments.

Neben Operation Mongoose sah dieser Plan vor, die verdeckte Kriegsführung der USA gegenüber Kuba weiter auszubauen. Durch inszenierte Anschläge gegen den zivilen Luft- und Schifffahrtsverkehr innerhalb der USA, für die man im Nachhinein Fidel Castro verantwortlich machen wollte, sollte ein Vorwand zur Invasion Kubas geschaffen werden. Im Gegensatz zu Mongoose wurde Northwoods jedoch nie umgesetzt. Nach über dreißigjähriger Geheimhaltung kam er 1997/98 durch den Freedom of Information Act an die Öffentlichkeit.

Inhalt des Dokuments

Das Dokument wurde mit der Absicht verfasst, eine allgemeine Zustimmung und Unterstützung für eine militärische Invasion von Kuba zu gewinnen. Die Stabschefs gingen davon aus, dass die US-Bevölkerung einen Militärangriff auf Kuba nur dann unterstützen würde, wenn dem Angriff bedrohliche und aggressive Aktionen der Inselnation gegen amerikanische Soldaten, Zivilisten, Kubaflüchtlinge oder Exilkubaner vorausgegangen wären. James Bamford kommentiert kurz nach Veröffentlichung der Dokumente den Inhalt wie folgt:

„Geheimen und lange unter Verschluss gehaltenen Dokumenten zufolge [...] machte und verabschiedete der Vereinigte Generalstab Pläne, die vielleicht die schlimmsten waren, die je von einer US-amerikanischen Regierungsinstanz produziert worden sind. Im Namen des Antikommunismus schlugen die Militärs einen geheimen und blutigen Terrorkrieg gegen ihr eigenes Land vor, um die amerikanische Öffentlichkeit für den irrwitzigen Krieg zu gewinnen, den sie gegen Kuba führen wollten“

– James Bamford: NSA. Die Anatomie des mächtigsten Geheimdienstes der Welt. 2001. S. 89.

Das Dokument umfasst die Inszenierung gefälschter Angriffe mit fingierten Opfern, in anderen Fällen lässt es offen, ob die Angriffe Täuschungsmanöver oder echte Aktionen sein sollten. Für einige Angriffe wurde ausdrücklich erwogen, sie in die Realität umzusetzen. Nach der erfolgreichen Operation Northwoods wurde eine weitere Koordination durch die CIA geplant.

Einige Empfehlungen der Operation Northwoods lauteten:

• Verbreitung falscher Gerüchte über Kuba durch geheime Radiosender

• Anschläge gegen kubanische Flüchtlinge in den USA, für die man Castro verantwortlich machen wollte

• Versenkung eines amerikanischen Schiffes in Guantánamo Bay

• Zerstörung einer amerikanischen Militärbasis oder eines amerikanischen Flugzeuges, anschließende Beschuldigung kubanischer Truppen

• Störung des zivilen Luftverkehrs, Angriffe auf Schiffe und Zerstörung eines US-Militärflugzeuges durch Flugzeuge vom Typ MIG

• Zerstörung eines angeblich mit ferienreisenden Studenten gefüllten Passagierflugzeuges

• Inszenierung einer Terroraktion mittels des tatsächlichen oder simulierten Versenkens kubanischer Flüchtlinge.

• Inszenierung von kommunistischen kubanischen Terroraktionen im Bereich Miami und in anderen Städten Floridas sowie in Washington

• Angriff und Abschuss einer zivilen Chartermaschine durch ein kubanisches Flugzeug.

Für den Angriff und Abschuss einer zivilen Chartermaschine sah man vor, ein genaues Duplikat eines tatsächlich registrierten Zivilflugzeuges der CIA anzufertigen. Vorgesehen war hierfür der Luftwaffenstützpunkt Eglin. Das Duplikat sollte durch ein Rendezvous beider Flugzeuge südlich von Florida ausgetauscht werden. Zuvor haben bereits Passagiere mit falschem Namen das tatsächlich registrierte Flugzeug betreten und fliegen auf Minimalhöhe zum vorgesehenen Luftwaffenstützpunkt Eglin zurück. Das Duplikat sollte als Drohne weiter Richtung Kuba fliegen und mit der Notfrequenz „May Day“ einen Angriff durch ein kubanischen Kampfflugzeug simulieren. Indem das Signal von der International Civil Aviation Organization aufgefangen wird, würde der Vorfall von ganz allein genug Aufsehen erregen, ohne großes zutun der US-Administration.

 

 

Der Cuba Flug 455

 

Folgender Sachverhalt:

 

Am 06.10.1976 wurde in dem Cuba Flug 455 vom CIA eine Bombe zur Explosion gebracht, die 73 Tote zur Folge hatte.

 

 

USS Liberty oder wie man Operation Northwoods verändert anwendete:

 

Folgender Sachverhalt:

 

Die USS Liberty war formal ein Aufklärungsschiff der United States Navy, das jedoch tatsächlich unter dem Kommando des international operierenden US-Geheimdienstes National Security Agency (NSA) stand. Es diente der elektronischen Kampfführung und der militärischen Aufklärung. Die zu ihrer Zeit hochmoderne Liberty glich äußerlich weitgehend einem Frachtschiff, wies jedoch mehrere sichtbare Radarkuppeln und sonstige Antennen auf. Besonderes Aufsehen erregte das Schiff durch seine Zerstörung durch israelische Bomber und Schnellboote während des Sechstagekrieges.

Aufgabe der im Mittelmeer stationierten Liberty war die passive Überwachung, also vor allem die Aufzeichnung aller EM-Emissionen, wie Funksprüche und Radarsignale, zur späteren Auswertung.

Am 8. Juni 1967 wurde das Spionageschiff in internationalen Gewässern 14 Meilen vor der Küste Israels angegriffen. Israelische Kampfflugzeuge (u.a. Mirage III) beschossen und bombardiert, bis hin zu 1000-Pfund-Bomben und Napalm. Außerdem kam es zur Beschießung der Liberty und der im Wasser treibenden Überlebenden durch israelische Torpedoboote. Insgesamt wurden dabei 34 US-Navy-Angehörige getötet und 172 verletzt. Eigentlich sollte Ägypten beschuldigt werden und die USA hätten damit einen Vorwand gehabt in den 6 Tage Krieg einzugreifen und den Nahen unter ihre Kontrolle zu bekommen. Dumm für den amerikanischen Präsidenten Johnson war nur, dass ein sowjetisches Schiff auftauchte und somit das Schiff nicht völlig versenkt werden konnte und dadurch die Sachverhalte ans Licht kamen, nämlich dass eine Verwechslung unmöglich gewesen sei; der Angriff auf das Schiff sei bewusst erfolgt, und es handele sich um ein Kriegsverbrechen. Laut einem Bericht der Financial Times vom 12. Januar 2004 erklärte ein ehemaliges Mitglied des US-Marine-Untersuchungsgerichts unter Eid, dass der damalige US-Präsident Lyndon B. Johnson und Verteidigungsminister Robert McNamara damals eine Geheimhaltung des Vorfalls angeordnet hätten.

 

Am 2. Oktober 2007 veröffentlichte die angesehene Chicago Tribune einen Artikel des Pulitzer-Preisträgers John Crewdson, der auf vor kurzem freigegebenen Dokumenten des amerikanischen Außenministeriums sowie neuerlichen Zeugenbefragungen beruht. Die neuen Dokumente, insbesondere Zeugenaussagen zu Funksprüchen der israelischen Piloten, stützen die Aussagen der Überlebenden, dass es sich um einen gezielten Angriff handelte.

 

 

Operation Gladio

 

Folgender Sachverhalt:

 

Damit der Kommunismus im Kalten Krieg nicht weiter an Einfluss gewinnen sollte, gründeten die Nato, die CIA und der britische Geheimdienst MI6 eine paramilitärischen Geheimorganisation, die dann von etwa 1950 bis mindestens 1990 existierte und sich über das damalige Westeuropa, Griechenland und die Türkei erstreckte. Zur ursprünglichen Aufgabe von Gladio gehörte es nach einer sowjetischen Invasion Westeuropas Guerillaoperationen und Sabotage durchführen. Dieses wird als Stay-behind-the-scene-Aktion bezeichnet. Aber es wurde in den 1990igern bekannt, dass die Organisation teilweise unter Mitwirkung von staatlichen Organen systematisch und zielgerichtet an Terrorakten und Morden in mehreren europäischen Ländern beteiligt waren. Diese wurden zum einen durchgeführt um unliebsame Personen loszuwerden, aber auch um dafür zu sorgen, dass die Bevölkerung eines Landes nicht anfing mit den Kommunisten zu sympathisieren, da diese ja die angeblichen Anstifter der Terroranschläge waren. Das ging soweit, dass sich selbst das Europäische Parlament 1990 einschalten musste, um dem Treiben Einhalt zu gebieten.

 

In der Bundesrepublik Deutschland z.B. wurde Gladio von einer eigenen Dienststelle des Bundesnachrichtendienstes „betreut“, wogegen die militärische Befehlsgewalt die geheimen Kommandostellen im NATO-Hauptquartier bzw. im belgischen Mons lagen. Aber die einzelnen Zellen operierten unabhängig, damit die eine Zelle nicht die andere verraten konnte

Als die bekannteste Gladio-Aktion galten die vier Bombenexplosionen in Mailand und Rom, bei denen 16 Menschen getötet und 80 verletzt wurden. Sie standen im Dezember 1969 am Anfang einer Serie von Anschlägen, die im August 1980 ihren Höhepunkt erreichte: Der bekannte Bombenanschlag auf den Hauptbahnhof von Bologna forderte 85 Tote und 200 Verletzte.

 

Das 1990 wegen Mordes an drei Carabinieri verurteilte Gladio-Mitglied Vincenzo Vinciguerra drückte sich hinsichtlich der gemeinsamen Strategie hinter den Verbrechen, der als Begriff „Strategie der Spannung“ bezeichnet wurde, wie folgt aus: „Man musste Zivilisten angreifen, Männer, Frauen, Kinder, unschuldige Menschen, unbekannte Menschen, die weit weg vom politischen Spiel waren. Der Grund dafür war einfach. Die Anschläge sollten das italienische Volk dazu bringen, den Staat um größere Sicherheit zu bitten. […] Diese politische Logik liegt all den Massakern und Terroranschlägen zu Grunde, welche ohne richterliches Urteil bleiben, weil der Staat sich ja nicht selber verurteilen kann.“

 

Der ehemalige BND-Mitarbeiter Norbert Juretzko beschreibt in seinem 2004 erschienenen Buch „Bedingt dienstbereit“ detailliert seine Arbeit beim Aufbau und Erhalt des deutschen „Stay-Behind“-Netzwerks.

Auch gegen die Aussage des BND, dass die Gladio-Geheimarmee in Deutschland zum April 1991 aufgelöst worden sei, existieren Zweifel. So führte der Rechtsextremist Peter Naumann die Polizei am 17. August 1995 vor laufenden Kameras zu 13 Waffenverstecken in Niedersachsen und Hessen. Der ZDF-Journalist Ulrich Stoll merkte nach Sichtung entsprechender MfS-Unterlagen im Dezember 2002 an, dass „die Recherchen über Gladio fortgesetzt werden müssen“.

 

Öffentlich wurde die Existenz einer „Operation Gladio” des militärischen Geheimdienstes SISMI durch den damaligen italienischen Ministerpräsidenten Giulio Andreotti am 3. August 1990 im Rahmen einer Parlamentsanfrage bestätigt. Im Oktober desselben Jahres musste er dann auch zugeben dass die Operation Gladio, entgegen seinen ursprünglichen Aussagen, noch bis in die späten 1970er Jahre lief und dass die NATO maßgeblich an der illegalen Operation beteiligt war.

 

 

 

 

Die Iran-Contra-Affaire:

Folgender Sachverhalt:

Im Iran wurden amerikanische Geiseln entführt. Es standen Wahlen an. Es war klar, dass derjenige die Wahl gewinnen würde, der die Geiseln frei bekommen würde. Folgende Kandidaten: Präsident: Carter und Anwärter Ronald Reagan mit Kompagnon George Busch. Diese beiden trafen sich mit einer iranischen Delegation in Paris und führten Geheimverhandlungen, die das Ziel hatten, die Geiseln bis nach dem Sieg von Reagan im Iran zu halten. Dafür sollte der Iran Waffen bekommen.

Reagan gewann die Wahl, die Geiseln kamen nach der Wahl frei und der Iran bekam seine Waffen.

Doch in der Öffentlichkeit hat man die Iraner verteufelt


Die Amerikaner und die Iranern während des ersten Golfkrieges:

Folgender Sachverhalt:

Khomeini rief die Islamische Revolution aus, die das Ziel hatte, den Iran von der Ausbeutung durch die USA zu befreien.

Konkret gesagt: Die amerikanischen Firmen und Produkte wurden aus dem Land geschmissen, damit der Iran seine eigenen Produkte produzieren und verkaufen konnte, da es dann ja keine Konkurrenz gab und das Geld so im Land blieb, was dem Land nutzten würde. Der USA gefiel dies nicht, denn sie hatte Angst, dass der Gedanke der Revolution auch auf andere Länder übergreifen könnte, so dass sie irgendwann kein Öl mehr bekommen würden und keine Absatzmärkte mehr hätten. Deshalb überzeugten sie Saddam Hussein, der damals wohl noch gut genug für sie war, dass die Zeit für einen Krieg nun günstig sei, da es im Iran, wegen der Revolution, Turbulenzen gäbe. Da aber ein Muslim nicht gegen seinen Bruder kämpfen darf, behaupteten die Saudis, die ihrerseits um ihre Macht fürchteten, die Iraner seien keine Muslime, da sie Schiiten wären. So wurde der Krieg möglich. Khomeini avancierte durch die Medien zum Teufel. Den Fehler den Khomeini gemacht hatte, war der, dass er wirtschaftliche Freiheit wollte und aus einem System der Unterdrückung ausbrechen wollte.

Doch die Amerikaner gingen noch weiter: George Busch fuhr im Sommer 1986 in den Nahen Osten. Die Medien dachten, dass dieses nur die Vorbereitungen für den kommenden Wahlkampf für Busch sein würden. Doch dem war nicht so: Am 4 August traf Busch in Kairo Mubarak. Busch hatte eine wichtige Mission. Dafür brauchte er Mubarak als Vermittler. Denn Bush wollte Hussein wichtige Ratschläge geben. Hussein war zu der Zeit für die USA wichtig, denn er kämpfte gegen den Iran, der den USA gefährlich wurde. Mubarak sollte Hussein ausrichten, dass dieser seine Luftwaffe wirkungsvoller einsetzen sollte. Er sollte strategische Ziele im Hinterland des Iran bombardieren. Nur so sei der Iran zu stoppen. Dieses hat der Irak dann auch getan.


Ein weiteres Beispiel:

Als die Reagan-Regierung 1987 den Geleitschutz für kuwaitische Öltanker im Golf übernahm, nutzen die CIA-Aktivisten den Truppenaufmarsch sogar für verdeckte Operationen gegen den Iran. CIA-Kommandos bombardierten iranische Ziele und sprengten ein Munitionslager.

(Aus der Zeitschrift: „Der Spiegel 45/1993“)

Man behalte in Erinnerung, dass die USA während des Krieges offiziell neutral waren. Trotzdem wurde der Irak während des ersten Golfkrieges durch die USA hochgerüstet. (Die Waffen mussten natürlich gekauft werden.) Nebenbei gefragt, wann wurde wohl das Buch: „Nicht ohne meine Tochter geschrieben“?

 

 

Die Amerikaner und die Iraker während des zweiten Golfkrieges:

Folgender Sachverhalt:

Die Amerikaner finanzierten die Waffenkäufe, und besorgten Saddam Hussein auch Waffen, genauso wie es viele andere europäischen Staaten auch gemacht haben. Er schaffte es so, die viertgrößte Armee zu bekommen. Dann, eine Woche vor dem Angriff auf Kuwait (25.07.1990) hatte die amerikanische Botschafterin April Glaspie den Irakern gesagt, dass die Kuwait-Frage die Amerikaner nichts angeht, und dass Busch Frieden und Wohlstand für die Golfregion will. Nachdem der Irak Kuwait erobert hatte, verlangte Busch am achten Tag den bedingungslosen Rückzug der Iraker. Busch wollte Krieg, obwohl die Amerikaner ihn am Anfang nicht wollten. Die Kuwaitis ließen für 10 Mio $ herausfinden, was die Amerikaner am meisten verabscheuten. Es war Babymord. So wurde nun ein 15 jähriges Mädchen (Nayirah) engagiert, welches bezeugte, dass die Iraker im Krankenhaus Babys töteten. Die Welt schrie auf. Der Westen, allen voran die USA, marschierten ein, und als diese angeblichen Babymorde dann von Amnestie International und der Weltgesundheitsorganisation untersucht wurden, da stellte sich heraus, dass alles erstunken und erlogen war. Doch da war der Krieg schon vorbei. Auch erklärten die USA der Weltöffentlichkeit, daß der Irak hochgerüstet war. Man fragt sich aber, wie die Amerikaner es dann geschafft haben, so schnell in den Kuwait zu gelangen. Trotz der angeblichen Mächtigkeit der irakischen Armee. Nein, die Wahrheit ist, dass dies auch eine Lüge war. Der Irak war im Gegensatz zu den USA schlecht ausgerüstet. Doch die amerikanische Propaganda ging noch weiter: Man verglich Hussein mit Hitler. Doch dann fragt man sich, warum die Amerikaner ihn nicht gefangen nahmen. Da sie schon in Kuwait waren, hätten sie ja auch gleich bis nach Bagdad gehen können. Doch dies tat man nicht. Denn er war ein Diktator. Und wenn man den Diktator diktiert, dann diktiert man unsichtbar auch das Volk des Diktators. (Diese System wendet der Westen in fast allen islamischen Staaten an. Aber die Menschen im Westen sehen nur, dass islamische Länder diktatorisch sind, doch wer den Diktator diktiert, fragt keiner!)

Der Überfall auf Kuwait rechtfertigte einen Einmarsch der USA, denn Kuwait besaß dass, was die USA brauchen: Öl. Nachdem der Irak nun geschwächt ist, kann er dem Westen nicht mehr drohen; Der Westen verdient am Wiederaufbau von Kuwait und kann den anderen Ländern der Golfregion Waffen verkaufen, indem er ihnen mit einem vielleicht in Zukunft wieder gestärktem Irak droht. Übrigens hat der Herrscher von Kuwait der Welt und seinem Volk während des Golfkriegs Demokratie und freie Wahlen für die Zeit nach dem Krieg versprochen. Doch nichts davon hat er eingehalten. Er regiert nun sein Land mit einer noch härteren und eisernen Hand.

 

 

Oder nehmen wir das Beispiel mit den Franzosen und ihrer Rolle in Algerien:

 

Folgender Sachverhalt:

 

In Algerien hat die Regierung freie Wahlen zugelassen. Die Regierung hatte gehofft, von der Bevölkerung im Amt bestätigt zu werden Doch es kam anders:

Die Bevölkerung wollte ein islamisches Land, das nicht mehr von Frankreich in jeder Hinsicht ausgenommen werden sollte. Deshalb hat die Bevölkerung der FIS, einer islamische Partei, ihr Vertrauen und ihre Stimme gegeben, um von ihr regiert zu werden. Als die Regierung sah, daß es nicht so lief, wie sie es sich vorgestellt hatten, haben sie die Wahl für ungültig erklärt. weiterhin haben sie das Kriegsrecht eingeführt, um so die Politiker der FIS ins Gefängnis zu schmeißen. weiterhin haben sie die Franzosen, von dessen Gnaden sie ja regierten, um „Hilfe“ gebeten. Die haben dann auch sofort ihre Soldaten ins Land geschickt, um die Demokratie und die Freiheit zu unterdrücken.

Nun fragen Sie sich einmal, wie sich die Algerier gefühlt haben, als sie gesehen haben, was dort ablief. Es wurde ihnen erst das Recht auf Demokratie und Wahlen gegeben. Doch als das Volk anders als die Regierung entschieden hatte, war es auf einmal vorbei mit der Demokratie. Die Politiker wurden ins Gefängnis gesperrt, oder kamen ins Konzentrationslager in die Wüste. Fremde Soldaten wurden mit den eigenen Soldaten dazu verpflichtet, die Bevölkerung zu unterdrücken. Erst als man erkannte, wie weit man auf demokratischen Wege kam, hat man gesagt, daß man nun mit gewaltsamen Mitteln der Stimme der Bevölkerung zu Recht verhelfen will. Man hat die Touristen und Ausländer gewarnt, daß es nun so lange keine friedlichen Verhältnisse in Algerien gibt, solange man die Regierung an der Macht bleibt, oder legale Wahlen verhindert. Deshalb sollte man Algerien meiden.

 

Kommen wir nun auf die Rolle der Franzosen zurück:

 

Algerien war einst eine französische Kolonie, die wegen ihres Recourcenrreichtums ausgebeutet wurde. Der Befreiungskampf gegen die Franzosen war deshalb nicht unblutig. Auch heute sind die Franzosen an Algerien interessiert. Deshalb sahen sie mit Schrecken, was sich dort tat. Sie wollte nicht, dass die FIS an die Macht kam, da die Algerier im Gegensatz zu der bestehenden Regierung ihre Kontakte mit Frankreich abbrechen lassen würde. Um den Reichtum für sich selbst zu nutzen. Denn als die Unruhen ausbrachen war die Bevölkerung zum Großteil verarmt (Die Hälfte aller Jugendlichen waren arbeitslos; ein Kilo Fleisch kostete umgerechnet 45 DM)

 

Deshalb haben die Franzosen ihre Soldaten dorthin geschickt. Denn die Soldaten sollten dafür sorgen, dass die algerische Regierung und somit die Regierungsform und die Beziehung zu Frankreich bestehen bleiben sollte.

 

Die Franzosen sind somit direkt dafür verantwortlich, dass in Algerien die Demokratie mit Füßen getreten wird, dass die Bevölkerung weiter auf Kosten einiger weniger und den Franzosen arm bleiben soll, obwohl das Land reich ist.

 

Deshalb war es pure Heuchelei und Augenwischerei, als die Franzosen sich über die Bombenattentate in Paris aufgeregt haben. (Es tut mir wegen der unschuldigen Opfer dieser Attentate leid, doch sind sie leider die Opfer ihrer eigenen Regierungspolitik.)

Die FIS hat den Franzosen unmissverständlich gesagt, dass sie sich aus dem Konflikt heraus halten sollte, sonst würde es Anschläge in Frankreich geben. Doch die Franzosen mischten sich weiter ein, und somit wussten sie genau was sie taten und welche Konsequenzen dieses haben würde.

 

Doch der Weltöffentlichkeit spielten sie vor, sie wären unschuldig und könnten sich nicht erklären, warum Paris nun bombardiert wird.

Die Welt verurteilt die FIS und somit auch den Islam wegen der Situation in Algerien und schiebt ihr die Verantwortung in die Schuhe. Doch die wahren Schuldigen bleiben unbehelligt.

 

Oder nehmen wir das Beispiel von Bosnien:

 

Folgender Sachverhalt:

 

Am 6. April 1992 hatten die Feindseligkeiten um die Republik Bosnien-Herzegowina begonnen, und bis jetzt ist noch kein wahrer Frieden eingekehrt. (Auch wenn uns die Medien dies glauben machen wollen.) Die internationalen Organisationen, allen voran die UNO, die KSZE, aber auch die EG und NATO sowie die Großmächte und die europäischen Staaten haben sich bloßgestellt. Selbst der Gutwilligste kann es nicht mehr übersehen: Ihren Worten ist offensichtlich nicht zu trauen. Aber ihre Taten erwiesen, wofür sie eintraten. Seit 1992 haben sie aktiv verhindert, daß sich Bosnien zum Zweck der Selbstverteidigung bewaffnen kann. Eine ganze Anzahl muslimischer Länder hätte, wenn das Waffenembargo der Vereinten Nationen aufgehoben wäre, den Bosniern geholfen. Aber dem Risiko, dies offiziell unter Verletzung des Embargos zu tun, konnten sie sich nicht aussetzen. So unnachgiebig man auf dem Waffenembargo für Bosnien beharrte, so lasch und locker ließ man es zu, dass die kriegführenden Serben von seinen Unterstützern - allesamt Mitglieder von UNO und KSZE,  z.T. auch der EG - alles geliefert bekamen, was sie benötigten, um den Krieg fortzusetzen. Und das nicht für ein paar Tage oder Wochen, nein, ununterbrochen für ein ganzes Jahr. Und ein Ende schien nicht abzusehen.

Nein, dem Westen ist nicht zu trauen: Sie beteuern immer wieder, dass sich etwas  wie „Auschwitz“ nicht wiederholen dürfte, doch die Wirklichkeit sah so aus:

Hunderttausende bosnische Muslime liefen wie die Juden in den 30er Jahren um ihr Leben, standen vor geschlossenen Grenzen. Zehntausend KZ-Häftlinge mussten monatelang auf ihre Freilassung warten, weil europäische Regierungen die Aufnahme verweigerten. Und das, obwohl sie genau wussten, dass allein in den drei serbischen Vernichtungslagern, in Omarska, Luka-Brcko und Keraterm, 6.500 Zivilgefangene ermordet wurden. Die Zahl der bosnischen Opfer liegt mit Sicherheit bei über 200.000 Menschen. Sie starben in den Konzentrationslagern, nach Vergewaltigungen und in geschlossenen Güterwagen, während der Massaker und standrechtlicher Erschießungen überall in den Dörfern Bosniens, bei den ständigen Bombardements der eingeschlossenen Städte. Die 80.000 in Sarajewo eingeschlossenen Kinder, ausgehungert, entkräftet und von Seuchen bedroht, mahnen an die Menschen im Kessel von Stalingrad. Serbische Sonderbestimmungen für die noch nicht von der Deportationen erfassten Muslime und Kroaten in den bosnischen Städten erinnern an die NS-Judengesetze. Verboten war der Aufenthalt in öffentlichen Gebäuden, die Benutzung von Verkehrsmittel, das Betreten der Straße zu bestimmten Tageszeiten., Beerdigungen mit mehr als zwei Teilnehmern. Auch Zwangsarbeit war vorgesehen. Die Menschen mußten stündlich mit Entführungen, Vergewaltigungen und Morden rechnen. Die Hodschas, die islamischen Geistlichen, wurden gejagt und auf offener Straße totgeschlagen. Mehr als 620 Moscheen, unzählige Bethäuser, ehrwürdige Medressen und Bibliotheken wurden gesprengt oder gingen in Flammen auf.

 

Ich möchte Ihnen nur einige (von unzähligen) Beispielen geben, damit sie eine Vorstellung bekommen, wie Schrecklich dieser Krieg war, vor dem der Westen bewusst die Augen verschlossen hat.

An einem Tag wie heute stürmt aus den Wäldern ein Trupp schwerbewaffneter Cetniks (Serben) auf dein Dorf zu. Sie beschießen die Kirche, zünden Häuser an, dann kommen sie zu dir. Deine Mutter ist 91. Sie brechen ihr mehrfach den rechten Arm, die Beine, zerschießen die Arterie und töten sie mit einem Genickschuss. Deinem Bruder zerreißt aus nächster Nähe ein Dum-Dum-Geschoß die Hauptschlagader. Sie schneiden ihm die Nasenspitze ab, dann wird er Schuss für Schuss mit Kleinkaliberstahlkugeln hingerichtet. Deinem Sohn brechen die Männer die Rippen, dann treten sie mit den Stiefeln auf seinen Schädel ein, bis Gehirnmasse herausrinnt. Dich selbst werden sie vielleicht mit Teer übergießen und liegenlassen.

Die Art, wie Lagerinsassen getötet wurden, blieb ihren Bewachern überlassen: Viele Gefangene wurden erschossen, von Dum-Dum-Geschossen zerfetzt, von Handgranaten zerrissen oder bei lebendigem Leibe verbrannt. Andere wurden in überfüllte Zellen gesperrt und erstickten qualvoll, wenn ihre Bewacher Tränengas in die Räume ausströmen ließen, wieder andere ließ man einfach verbluten, wie die 50 bis 60 Männer im KZ Luka-Brcko, denen die Geschlechtsteile abgerissen worden waren.

Fünf Nächte lang, sagt Almira Ajanovic (18), sei sie von serbischen Soldaten vergewaltigt worden in einem zeitweilig improvisiertem Bordell, das diese in ihrem Heimatdorf Liplje eingerichtet hätten, jede Nacht von drei Männern. Das ging so fünf Nächte lang, mit immer anderen Männern. In der sechsten Nacht aber, folgte für sie die schlimmste Erniedrigung: Sie vergewaltigten Almra vor den Augen ihres Vaters. (...) Danach brachten die Soldaten den Vater in die Toilette des Hauses und hängten ihn am Nacken, den Füßen und den Händen auf. (...) Liplje, ein hauptsächlich von Muslimen bewohntes Dorf nahe der Stadt Zvornik, hatte weniger als 500 Einwohner. Die Gynäkologin  Dr. Meliha Kreitmayer berichtet, dass praktisch jede Frau vergewaltigt worden sei.

 

Solche Szenerien haben sich überall in Bosnien wiederholt.

Und der Westen wusste über all diese Dinge Bescheid, doch die Marschroute war die,  dass alle Fakten - ob sie nun Greultaten, erste Gerüchte über Konzentrationslager oder über Hunger betrafen - zu ignorieren, denn sie hätten es erschwert, das politische Ziel der Nichteinmischung aufrecht zu erhalten. Erst als z.B. der Fernsehsender ITN schockierende Bilder von serbischen Konzentrationslagern ausgestrahlt hatte. reagierte die (amerikanische) Öffentlichkeit. Erst da erwachten die Offiziellen des State Department und des Weißen Hauses aus ihrem Schlummer. Aber sie entwarfen lediglich eine unwirksame UN-Resolution. Dies war das durchgängige Muster: Die Politik reagierte, anstatt zu agieren. Sie handelte nur nachdem sie mit dem konfrontiert wurde, was die Presse herausgefunden hatte - und dann völlig inadequat.

Und auch jetzt geben die westlichen Organisationen und Staaten den Muslimen zu verstehen, wie heuchlerisch sie mit den Werten umgehen, die sie der ganzen Welt beibringen wollen. In ihren Augen waren die Verbrechen der Serben nichts schlimmes, denn wenn es verwerflich wäre, so würde man die Hauptschuldigen Milosevic und Karadzic vor Gericht in Den Haag stellen, wie sie es auf dem Papier gefordert haben. Doch tut man dieses? Nein, man sitzt mit ihnen am Verhandlungstisch und macht Verträge mit ihnen. Das man den Forderungen auf dem Papier aber nachkommen könnte, wenn man wollte, haben die Israelis der Welt bewiesen, als sie den Nazi Eichmann aus Argentinien herausbrachten, um ihn in Israel vor Gericht zu bringen. (Eichmann lebte versteckt in Argentinien, wogegen Milosevic und Karadzic nicht versteckt  in Serbien leben.) Doch man will es nicht, weil man es insgeheim für gut heißt.

Würde jedoch ein islamischer Staat solche Verbrechen an Menschen mit einer anderen Konfession begehen, so würde die ganze Welt aufschreien und binnen kürzester Zeit diese Situation mit Waffengewalt beenden und die Verantwortlichen bestrafen. Woher ich dieses so genau prognostizieren kann? Nun der Irak wurde „nur“ für Öl angegriffen. Binnen kürzester Zeit wurde der Irak durch die Waffen der Welt  in die Knie gezwungen. Da gab es keine monatelangen Verhandlungen. Es wurde ein Ultimatum gestellt und nach Verstreichung wurde angegriffen. Und nun vergleichen sie einmal die Tatsache Öl mit der Tatsache von 200.000 Menschenleben, die eine christliche Religion und eine westliche Kultur hätten.

Muss ich weiter ausführen? (Ich glaube jeder Muslim wird mich verstehen und weiß was ich meine.)

 

Wenn die Muslime aufgrund der Tatsachen dem Westen und seinen Organisationen nicht mehr vertrauen, weil sie es nicht können, und deshalb ihre Geschicke in die eigene Hand und Verantwortlichkeit nehmen wollen, so behauptet der Westen, dass sie dazu nicht fähig sind, da sie nicht demokratisch (wer verkauft denn den Diktatoren die Waffen für ihre Diktatur?) und kulturell zu rückständig (tiefstes Mittelalter) sind. Und mit diesen Begründungen bevormunden sie die Muslime wieder.

 

Mann merkt also, dass die Muslime nicht gewinnen können, da der Westen die (eigenen) Regel nach eigenen Belieben ändert und sich selbst nicht an sie hält wenn es ihm nötig erscheint.