.::Die Kreuzzüge::.

  

 

 

 

Geht man von den christlich geistlichen Reportagen aus, so kämpfte der christliche Ritter in Demut und um Gottes Willen und wegen der Ehre Gottes. Der „bösartige“ Ungläubige benahm sich im Kampf ohne alle Maße übermütig und hoffärtig und war maßlos im töten. Die Ungläubigen sind für die Römische Kirche gemäß ihrem Absolutheitsanspruch alle Andersgläubigen und Ungetauften. Doch in erster Linie waren es die arabischen „Götzendiener“ und „Teufelsanbeter“, wie man die Muslime in ihren Predigten mit Abscheu nannte.

Ich werde Ihnen nun sagen wie es wirklich bei den Kreuzzügen zugegangen ist:

Papst Urban II. reiste 1095 von Rom nach Oberitalien, um ein Konzil abzuhalten. Doch dies war nur vorgeschoben. Der Papst hatte andere Gedanken. Es war so, daß Papst Urban II. die Spaltung der Christen, durch Papst Gregor VII., in die Ostkirche und die Römische Kirche rückgängig machen wollte, indem er die Christen vereinigen wollte. Auch wollte der Kaiser vom Papst Söldnertruppen für den Kampf gegen die Türken haben, die erstarkt waren und angeblich durch ihren Einfluß den Kaiser bedrohten. Der Papst sah so die Möglichkeit die Christenheit zu einigen, indem er ihnen ein Feindbild vorsetzte. Dies Operation war ihm so wichtig, daß er die Rede Tage vorher einstudierte, damit alles 100%ig funktionierte:

So rief der Stellvertreter Christi im November 1095 in Clermont:

„Christen! Eine schreckliche Nachricht hat uns erreicht. Das Volk des persische Reiches, eine verruchte, Gott entfremdete Rasse, ist in christliche Länder vorgedrungen und hat sie durch Feuer, Schwert und Plünderungen verwüsten. Die Perser haben viele Kirchen Gottes entheiligt. Sie haben die Altäre mit Unrat besudelt. Sie haben die Christen beschnitten und ihr Blut in die Taufbrunnen gegossen. Wer soll dieses Unrecht rächen? Wer diese Länder zurückgewinnen, wenn nicht ihr? Ihr seid das Volk, dem Gott Waffenruhm, Geistesgröße, Körperkraft und Mut verliehen hat, die stolzen Häupter derer zu demütigen, die euch Widerstand leisten. Gehet hin und kämpft gegen die Barbaren, geht und kämpft für die Befreiung der heiligen Stätten!“

Urban hielt ein Kreuz in die Luft:

„Christus selbst kommt aus seinem Grab hervor und zeigt euch sein Kreuz. Tragt es auf Schulter und Brust. Es wird euch immer daran erinnern, daß Christus für euch gestorben ist und daß es eure Pflicht ist, für ihn zu sterben.“

 

Mit dem Kreuz auf ihren Kleidern und ihren Fahnen zogen sie in gelobte Land. Doch bevor die Muslime getötet wurden, schlachteten die Christen die Juden, da die ja angeblich ihren Herren umgebracht hatten. Die Christen machten dieses schon fast so wie es die Nazis später machten.

Sie wurden in Speyer, Worms, Mainz, Köln, Neuß, Altennahr, Xanten, Moers, Dortmund, Kerpen, Metz Regensburg, Prag und in weiß Gott wieviel anderen Städten enthauptet, erstochen, verbrannt, erschlagen, ertränkt erstickt oder lebendig begraben. Schwangeren wurde z. B. mit einem Schwert der Bauch aufgeschlitzt. Die Kinder wurden auf andere teuflische Weise umgebracht.

 

Ich möchte nur ein Beispiel für den Umgang mit den Juden zu dieser Zeit geben:

Am Rhein und an der Donau töteten die Kreuzfahrer Tausende von Juden. Einigen ließen ihnen noch die Wahl zwischen Tod und Taufe. 1096 wurden die Hälfte aller Juden in Worms abgeschlachtet. Denn die Kreuzritter gingen durch die Stadt. Der Rest floh zur Residenz des Erzbischofs um von ihm Schutz zu erflehen. Der Bischof wollte sie nur unter der Bedingung retten, daß sie sich Taufen lassen. Die Juden baten daraufhin um etwas Zeit um diese Bedingung zu überdenken. Als man die Tür zu den Räumen, wohin sich die Juden zurückgezogen hatte, öffnete, waren alle 800 Juden tot. Man sah geköpfte Menschen; Kleinkinder waren durch ihre Väter getötet worden, danach wurden die Frauen getötet und zum Schluß brachten sich die Väter um. Dieses wiederholte sich überall in Deutschland und Frankreich.

Die Christen waren auch nicht zimperlich mit ihren eigenen Glaubensgenossen:

Tausende ungarische Christen wurden unterwegs vergewaltigt und getötet.

 

Doch die Krönung christlichen Handelns liest sich so:

Am 15 Juli 1095, um 12 mittags stürmten die Christen Jerusalem. (...) Alle anderen Bewohner der Heiligen Stadt fielen einem grausamen Massaker zum Opfer. Die Christen drangen in die Häuser ein und töteten wahllos Männer Frauen und Kinder. Sie raubten alle beweglichen Güter und viele Ritter waren nach der Blutnacht von Jerusalem reicher denn je zuvor. Die Kreuzfahrer schlitzten den Einwohnern der Stadt sogar die Bäuche auf und rissen ihnen das Gedärm heraus. Sie hatten gehört, daß die Sarazenen (Muslime) manchmal ihre Goldmünzen schluckten, um sie vor den Feinden zu

verbergen. Daimbert, Erzbischof von Pisa, schrieb im August 1099 nach Hause: „Wenn ihr wissen wollt, was mit dem Feinde geschah, so wisset, daß unsere Männer im Säuleneingang Salomons und in seinem Tempel bis zu den Knien ihrer Pferde hinauf im Blut der Sarazenen ritten.“ Die jüdische Gemeinde Jerusalems hatte sich in die Hauptsynagoge geflüchtet. Aber die Kreuzritter nahmen keine Rücksicht. Sie brannten das Gotteshaus mitsamt den Juden nieder. Nach dem Massaker, dem mindestens 70.000 Menschen zum Opfer gefallen waren, formierten sie sich zu einer Bußprozession.

 

Dies war noch nicht das Ende:

Antiochia wurde im Frühjahr 1098 von den Christen erobert. Jeder Türke und Sarazene den sie erwischten wurde von ihnen gemetzelt. Es gibt Quellen, nach dem 60.000 Menschen dabei umkamen. Niemand wurde verschont. (Wenn ich niemand sage, dann meine ich auch niemand.) Man konnte nicht durch die Stadt gehen, ohne überall die Toten und die Leichenberge zu sehen, die einen absolut unerträglichen Gestank hervorriefen. Danach wurden 100.000 Türken in Mossul ermordet. Im Lager des Befehlshabers wurde viel Beute gemacht. Frauen, kleine Kinder und Säuglinge, die ebenfalls im Lager waren, wurden mit dem Schwert niedergestreckt oder wurden von den Hufen der Pferde zu Tode getrampelt. In Maarat wurden ungefähr 20.000 Menschen getötet. Doch starben die meisten nicht im Kampf, sondern wurden zu Tode gefoltert. Ja, die Folter erwähnen die Chronisten der Kreuzzüge immer wieder. Frauen wurden selbstverständlich nicht verschont. Säuglinge und Kinder wurden den Müttern von der Brust oder aus den Wiegen gerissen, um sie zu töten, indem man sie gegen Mauern oder Türschwellen schmetterte. Andere wurden mit Steinen erschlagen.

Wilhelm von Tyrus berichtet: „Schauerlich war es anzusehen, wie überall Erschlagene herumlagen und Teile von menschlichen Gliedern und wie der Boden mit vergossenem Blut ganz bedeckt war. Und nicht nur die verstümmelten Leichname und die abgeschnittenen Köpfe waren ein furchtbarer Anblick. (...)“ Raimund von Aguiler berichtet: „Wieder andere wurden mit Feuer gequält und verbrannt. Man sah Haufen von Köpfen, Händen und Füßen in den Häusern und Gassen. Überall liefen Menschen und Pferde auf den Leichen hin und her.“

 

Durch Papst Urban II. sind mehr als eine Million Menschen umgebracht worden. Doch dieser Papst wurde am 14.07.1881 seliggesprochen. Er dürfte, nach Meinung der Kirche, von Gott also nicht mehr für seine Tat gestraft werden.

Zum Schluß möchte ich noch anmerken, daß die Muslime sich ehrenhaft und ritterlich verhalten haben, obwohl sie die angegriffenen waren. Sie verhielten sich ritterlicher und ehrenhafter gegenüber den Frauen, Wehrlosen und Kindern, als es die Kreuzfahrer je getan haben.