.::Das Verhalten der Christen in Spanien oder das Verhältnis zu den Juden::. 

 

 

Nachdem die Westgoten in Spanien katholisch geworden waren (586-589), fügten sie den Juden hundert Jahre schwere Leiden zu. Ab 612 mußten sich viele spanische Juden Zwangstaufen unterziehen. Diese Zwangschristen wurden polizeilich bewacht und beschnüffelt. Das Konzil von Toledo (694) machte mit allen ehemaligen Juden, gleichgültig ob sie nur scheinbare oder gläubige Christen waren, kurzen Prozeß: Sie wurden enteignet, über Spanien verstreut und als Sklaven verschenkt; ihre Kinder, die über sieben Jahre alt waren, wurden ihnen weggenommen, christlich erzogen und später mit bewährten Christen verheiratet. Und dies sollte in alle Ewigkeit so gehandhabt werden. Diese Ewigkeit endete im Jahre 711. Die Muslime von einer Partei im westgotischen Bürgerkrieg als Verbündete gewonnen, eroberten Spanien und befreiten die Juden.