.::Die Kirche als Ausbeuterin::. 

 

 

Das in der Kirche häufig geheuchelt wurde, ist so sicher wie das Amen in der Kirche.

Man betrat fremde Länder mit der Bibel in der einen Hand und einem Lächeln auf dem Gesicht. Das Schwert hatte man in der anderen Hand, die hinter dem Rücken gehalten wurde, bis sich der andere umgedreht hatte.

Es wurde Wasser gepredigt und Wein getrunken.

Es wurde Armut gefordert und der goldene Becher wurde zur Bekräftigung gehoben.

 

Ich will hier nur einige Beispiele aus der Geschichte nennen:

Die päpstliche Krönungsfeier, die während des Aufenthalts in Avignon (1309-1376), stattfand, kostete 10.000 Goldgulden. Mit diesem Betrag bräuchten 2000 Bauern ein Jahr lang nicht zu hungern.

Einen lukrativen Nebenverdienst hatten die Kardinäle bei Papstwahlen. Je nach Abstimmungsverhalten erhielten sie, nach heutiger Kaufkraft, Gratifikationen in Millionenhöhe.

2.000.000 Franc ist die Papstkrone wert, die sich Papst Eugen IV. (1431-1447) in Florenz bestellt. Nur Nebenbei sei angemerkt, daß Papst Eugen ein Augustinermönch war, der sich zur persönlichen Armut verpflichtet hatte.

Papst Paul II. (1464-1471) konnte Edelsteine sein eigen nennen, die auf 8 bis 10 Millionen Franc geschätzt worden sind.

 

In der Gegenwart sieht es nicht viel anders aus:

Für die Krone des Papstes Johannes XXIII. (1958-1963) wurden sechs Pfund reinstes Gold verarbeitet. Diese Krone sollte nun an seine Nachfolger vererbt werden. Doch sein Nachfolger Papst Paul VI. wollte lieber eine zweite haben. Also mußte eine neue her.

 

Wie kam die Kirche zu diesem Reichtum?

 

Hat Jesus den Päpsten ein Goldsäckchen hinterlassen, welches nie leer wird?

Ich glaube Jesus hinterließ den Satz: „Es geht eher ein Kamel durch ein Nadelöhr, als das ein Reicher in den Himmel.“

Jesus ist also nicht dafür verantwortlich. Wer dann?

Hat der Papst vielleicht eine riesige Goldader unter dem Petersplatz gefunden, aus der die Kirche nun kräftig schürft? Dies glaube ich nicht. Haben vielleicht Engel diesen Reichtum herbeigezaubert?

Auch dies glaube ich nicht.

 

Nein, ich werde Ihnen nun sagen, wie es wirklich ist:

Der Reichtum stammt von den Menschen, die von der Kirche in günstigen Fällen nur ausgebeutet, und in schlimmen Fällen nach der Ausbeutung auch ermordet wurden.

Während einige wenige immer reicher wurden, mußten sehr viele andere immer ärmer werden.

 

Vergleicht man die Gegenwart mit der Geschichte, so hat man oft den Eindruck, daß die Zeit stehen geblieben ist.

Es wird immer noch nach dem selben Prinzip verfahren:

Wurde früher jeder Bischofsstuhl, jeder Abtsitz, jede Domherrwürde, ja sogar die Anwartschaft auf diese Ämter oft an mehrere Kandidaten gleichzeitig verkauft, so tut Papst Johannes Paul II. heute das selbe heute in modernerer Version:

 

Ein päpstlicher Segen ist für 5000 DM auf eigener Urkunde zu haben.

Orden kosten je nach Höhe bis zu 120.000 DM.

Für einen Adelstitel löhnt man auch locker 120.000 DM.

300.000 DM kostet ein päpstlicher Freiherrntitel.

Fürstentitel liegen zur Zeit bei 2,5 Millionen. DM

Die Prozedur im Vatikan kostet noch mal lächerliche 50.000 DM.

 

Ein weiteres Beispiel:

Der Papst bekannte 1990 vor aller Welt:

„Die Welt muß wissen, daß Afrika in Armut versinkt. Wer sein Herz vor solchem Elend verschließe, mache sich der „brudermörderischen Verelendung „schuldig“.

Doch im September des selben Jahres nahm der selbe Papst dann eine Nachbildung des Petersdomes als Geschenk an. Eine Nachbildung, die mit einem Park versehen war, der dreimal so groß ist, wie das Original.

Es wurden für diese Nachbildung 7800 Quadratmeter an Glasfenster verbraucht.

120.000 Quadratmeter italienischen Marmors mußten für ein Prachtstraße nach Afrika geschifft werden.

Fast 1900 Scheinwerfer zu 1100 Watt strahlen den Dom nun an.

Es wurde gleich auch ein Palast gebaut, der 20 Luxuszimmer hatte, und dessen einzige Aufgabe darin bestand, den Papst und sein Gefolge für eine einzige Nacht aufzunehmen.

Und dies alles in einem Land, indem neun von zehn Familien keinen Strom besitzen.

Soviel zur „brudermörderischen Verelendung“.