.::Wer war dieser Jesus?::.
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Das einzig genaue, das man von Jesus weiß, ist das man kaum etwas von ihm weiß:
Jesus hieß nicht Jesus, sondern Joshua. Jesus ist nur die griechische Bezeichnung. Zur Zeit Jesu wurde der Name Joshua Jeshua ausgesprochen. Jeshua ist wahrscheinlich die galiläische Aussprache, durch die sich Petrus nach der Festnahme Jesu verraten hat.
Man weiß nicht wann und wo er geboren ist. Der 24. Dezember wurde im Jahre 353 als Feiertag im Römischen Reich eingeführt. Doch nicht zu Ehren von Jesus, sondern zu Ehren des Sonnengottes Mithras. Somit ist klar erkennbar, daß dieser Tag eine heidnische Vorgeschichte hat.
Jesus hat nie den Anspruch erhoben der Messias der Juden zu sein. Er hätte sich nie Christus oder Meister genannt. Denn Jesus sagt selbst, man soll nicht “Vater” oder “Meister” zu jemandem sagen, da es nur einen himmlischen Vater und Meister gibt.
Man weiß auch nicht wann und wo er gestorben ist. Dort wo die Grabeskirche heute steht ist zumindest nicht die Stelle.
Die Historiker der damaligen Zeit wissen nichts von ihm. Das ganze nichtchristliche 1. Jahrhundert - also das Jahrhundert in dem er gelebt haben soll - schreibt nichts von ihm. Kein Historiker bemerkt seine Existenz. Es wird weder in Rom, noch in Griechenland, noch in Palästina etwas über ihn erwähnt, obwohl viel über Palästina berichtet wurde. Johannes der Täufer wird im Gegensatz zu Jesus jedoch erwähnt. Jesus mußte für die Kirche also rekonstruiert werden. Übrigens war der Name Jesus zu seiner Zeit ein so üblicher Name wie zu anderen Zeiten der Name Otto oder Wilhelm. Der Historiker Flavius Josephus erwähnt z.B. 20 Personen mit Namen Jesus.
Sollte Jesus aber gelebt haben, und es spricht mehr dafür als dagegen, so hat er als Jude gelebt. Er wurde beschnitten, hielt sich vom Schweinefleisch fern, hielt sich an die jüdischen Speisegesetze und las aus der Thora. Dort steht im Übrigen:
“Höre, Israel! Jahwe, unser Gott, Jahwe ist einzig.”
(Dnt 6,4),
“Du sollst neben mir keine anderen Götter haben”
(Dnt 5,7) und
“Du sollst Dir kein Gottesbildnis machen,...”
(Dnt 5,8)
(Dies ist der erste Widerspruch zur Trinität, doch die Trinität behandele ich später.)
Vielen wird auch ein Bild von Jesus überliefert, das ihn naiv und ungebildet und pazifistisch erscheinen läßt. Das Gegenteil wäre doch der Fall:
Schon im Alter von 12 Jahren diskutierte Jesus mit Gelehrten im Tempel. Doch ist dies nicht die einzige Stelle, die verdeutlicht, das Jesus gebildet war. Jesus kannte sich in den Heiligen Schriften und in der mündlichen Lehre sehr gut aus und wendet dieses Wissen auch an. (Das der Sabbat für den Menschen da ist und nicht umgekehrt, steht schon in der Thora. Und Jesus weist die Gelehrten darauf hin!)
Er wird oft mit “Rabbi” (mein Lehrer) angeredet, obwohl er es nicht mochte. Diese Anrede wurde bevorzugt für die Kenner und Lehrer der Thora benutzt. Auch galten Zimmermann im Judentum als besonders gelehrt und Jesus war höchst wahrscheinlich der Sohn eines Zimmermann und selbst ein Zimmermann.
Wie schon gesagt, viele Menschen meinen Jesus wäre die Sanftmut in Person. Das Jesus aber auch ein Mensch war, der, wenn es zum Äußersten käme zur Gewalt aufgerufen hätte belegen meiner Meinung nach die folgenden Sprüche:
“Feuer auf die Erde zu werfen bin ich gekommen, und was will ich mehr als das es brenne.”
(Lk 12:49-53)
“Wer aber kein Geld hat, soll seinen Mantel verkaufen und sich Schwert kaufen.”
(Lk 22:35-38)
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“Denkt nicht, ich sei gekommen um Frieden zu bringen, sondern das Schwert. Denn ich bin gekommen um den Sohn mit dem Vater zu entzweien und die Tochter mit ihrer Mutter und die Schwiegertochter mit der Schwiegermutter, und die Hausgenossen eines Menschen werden seine Feinde sein.”
(Mt 10:34-37)
Es ist schlichtweg falsch zu behaupten, Jesus hat den Kreuztod freiwillig auf sich genommen. Es gibt keine Todessehnsucht im Judentum. Kein Jude lechzt danach zu sterben.
Die Taufe
Viele Christen wußten, nachdem sie das Markusevangelium gelesen hatten, nicht was sie von der Taufe von Jesus durch Johannes dem Täufer halten sollten, da
1. Beinahe die ganze jüdische Intelligenz Johannes für verrückt hielt.
2. Die Taufe eine Bußtaufe zur Vergebung der Sünden war.
Daraus folgt:
Jesus hatte ein Sündbewußtsein. Deswegen ließ er sich taufen.
Daß er nach kirchlicher Lehre völlig sündlos ist, wurde im Frühchristentum noch oft angezweifelt oder bestritten.
Das Argument des Sündbewußtseins von Jesus spielten die Juden offenbar bald gegen die Christen aus. Deshalb taucht bei Matthäus irgendwann ein Rechtfertigungsversuch auf. Er baut den Text von Markus dahingehend aus, daß der Täufer durchaus über Jesu sündloses Wesen Bescheid weiß.
“Ich müßte von Dir getauft werden, und du kommst zu mir?”
Doch Jesus gab ihm die Antwort: “Laß es für diesmal geschehen.”
Das Jesus aber selbst nicht daran dachte, daß er gut und somit frei von Sünde ist, verdeutlicht dies Textstelle:
Ein Reicher: “Guter Meister , was muß ich tun um ewiges Leben zu gewinnen?”
Jesus: “Was nennst du mich gut? Niemand ist gut außer Gott dem einen.”
Mit anderen Worten wird an diesem Beleg deutlich, daß Jesus sich nicht mit Gott, der er ja nach kirchlicher Lehre selbst ist. identifiziert.
Der Dialog taucht auch bei Lukas auf. Matthäus korrigiert jedoch:
“Was fragst du mich nach dem Guten? Einer ist der Gute.”
(Mk 10:18; Lk 18:18; Mt 19:17)